Neue Regeln
Was beim Arbeitszimmer noch geht

In vielen Fällen sind Arbeitszimmer nicht mehr steuerlich relevant. Robin Große, Steuerberater in der Kanzlei Ecovis in Ahlbeck, erklärt im Interview, was der Fiskus noch akzeptieren muss.

Herr Große, seit Jahresbeginn sind Ausgaben fürs Arbeitszimmer in der Wohnung, also etwa die anteilige Miete, nur noch in Ausnahmefällen absetzbar. Wie ist die aktuelle Rechtslage?

Die Aufwendungen dürfen geltend gemacht werden, wenn der Raum der Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit ist. Das trifft etwa bei Lehrern nicht mehr zu, weil der wichtigste Teil ihrer Arbeit in der Schule stattfindet. Auch Außendienstler haben keinen Anspruch mehr auf den Steuervorteil.

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Wer profitiert weiterhin?

Laut einem aktuellen Schreiben des Bundesfinanzministeriums etwa Ingenieure oder Berater, die daheim ihre Konzepte entwerfen. Für den Steuervorteil müssen sie nicht selbstständig sein. Regelmäßige Auswärtstermine sind ebenfalls kein Hindernis.

Haben andere Berufsgruppen keine Chance mehr?

Doch. Wer ein sogenanntes außerhäusliches Arbeitszimmer anmietet, kann die Miete komplett absetzen, auch wenn der Raum nicht der Mittelpunkt der Tätigkeit ist. Er muss aber von der Wohnung getrennt sein, in Mehrfamilienhäusern darf er nicht mal auf derselben Etage liegen. Akzeptabel sind etwa Räume im Keller oder im Dachgeschoss, die zusätzlich gemietet werden und nicht zur Wohneinheit gehören.

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