Neuer Erlass des Bundesfinanzministeriums
Keine Angst vor Steuerfalle „Liebhaberei“

Das Finanzamt darf nicht ohne weiteres Verluste aus Vermietung und Verpachtung in Zweifel ziehen.

rrl DÜSSELDORF. Das Finanzamt darf nicht ohne weiteres Verluste aus Vermietung und Verpachtung in Zweifel ziehen. Dies gilt nach Ansicht des Immobilienverbands Deutschland (IVD) auch nach dem jüngsten Erlass des Bundesfinanzministeriums zur "Einkunftserzielung bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung" vom 8. Oktober 2004 (Az.: IV C3 - S 2253 - 91/04). Es sei vom Finanzamt auch jetzt noch die "Einkunftserzielungsabsicht" zu vermuten. Der Erlass regelt, wann Finanzämter annehmen können, dass ein Steuerpflichtiger statt Vermietungseinkünften vor allem Steuervorteile im Sinn hat. Werden auf Dauer keine Einkünfte erzielt, spricht das Amt von "Liebhaberei" und verlangt Steuernachzahlungen.

Nach geltendem Recht muss etwa der Vermieter einer teilweise selbst genutzten Ferienwohnung nachweisen, dass über 30 Jahre gerechnet die Summe der Einnahmen die der Ausgaben übersteigt. Diese Regel gilt laut IVD auch für Zeichner von Anteilen an geschlossenen Immobilienfonds, sofern mit deren Vertrieb nach dem 7. Oktober 2004 begonnen wurde.

Dauerhafte Einkünfte nachweisen muss auch ein Vermieter, der dem Mieter weniger als 75 Prozent der marktüblichen Miete berechnet. Dies geschieht häufig bei der Vermietung an Familienangehörige.

Quelle: Handelsblatt

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