Neues BMF-Schreiben schließt Regelungslücke für 2003
Finanzministerium schafft Klarheit zur Umsatzsteuer auf Firmenwagen

Das Bundesfinanzministerium hat jetzt die Forderungen aus dem EuGH-Urteil Sudholz umgesetzt und damit eine Regelungslücke für das Jahr 2003 geschlossen. In dem neu veröffentlichten Schreiben wird die Umsatzbesteuerung von sowohl unternehmerisch als auch privat genutzten Fahrzeugen im Detail geregelt.

HB DÜSSELDORF. Diese Regelungslücke und der Bedarf für den Erlass war unter anderem deshalb entstanden, weil der Europäische Gerichtshof mit seiner Sudholz-Entscheidung die deutsche Vorsteuerabzugsbeschränkung auf nur 50 Prozent der Umsatzsteuer aus der Anschaffung von Kraftfahrzeugen für den Zeitraum vom 1.4.1999 und dem 4.3.2000 gekippt und den vollen Vorsteuerabzug für deutsche Unternehmer wieder ermöglicht hatte.

Das ausführliche, 12seitige Schreiben befasst sich mit sechs Punkten: erstens mit den Voraussetzungen für die Gewährung des vollen Vorsteuerabzugs, zweitens mit der Umsatzsteuerpflicht der nichtunternehmerischen Nutzung des Fahrzeugs, drittens mit den Fahrten des Unternehmers zwischen Wohnung und Betriebsstätte und viertens mit der Überlassung von Geschäftswagen an Arbeitnehmer. Ferner werden Regelungen für Miete und Leasing von Fahrzeugen sowie für den Zeitraum der Anschaffung ab 1.4.1999 getroffen.

Für einen Unternehmer, der Vorsteuern aus den Anschaffungskosten abziehen will, ist insbesondere von Interesse, dass ein Fahrzeug dem Unternehmensvermögen dann zugeordnet werden darf, wenn es mindestens zu 10 Prozent für das Unternehmen genutzt wird.

Maßgeblich ist dafür das Verhältnis der Kilometer unternehmerischer Fahrten zu den Jahreskilometern des Fahrzeugs. Im Zweifel muss dies der Unternehmer durch Aufzeichnung der Jahreskilometer und der unternehmerischen Fahrten mit Fahrtziel und gefahrenen Kilometern glaubhaft machen.

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