Notarkosten: Warum der Hauskauf teurer wird

Notarkosten
Warum der Hauskauf teurer wird

Beglaubigungen, Immobilienabwicklungen und Testamente kosten in Zukunft mehr. Eine Reform der Gebührenordnung lässt die Notarkosten im Schnitt um 15 Prozent steigen. Vor allem Kleinkunden zahlen drauf.
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DüsseldorfWer in diesem Jahr noch beim Hauskauf sparen möchte, sollte sich beeilen: Nicht nur die Immobilienpreise schießen vielerorts in die Höhe, auch bei den Nebenkosten müssen Käufer künftig draufzahlen. So steigen ab dem 1. August die Notargebühren im Schnitt um 15 Prozent, rechnet die Bundesnotarkammer vor. Das betrifft nicht nur die Gebühren, die beim Kauf- und Verkauf von Immobilien anfallen, sondern auch alle anderen notariellen Leistungen.

Grund für die Verteuerung ist eine Gesetzesreform, die der Bundesrat kurz vor der Sommerpause im Juli auf den Weg gebracht hat. Ihr Ziel: die Gebührenordnung für Notare übersichtlicher und leistungsorientierter machen. Die letzte Erhöhung liegt schon einige Zeit zurück, 1986 sind die Beitragssätze zum letzten Mal gestiegen. Notargebühren entstehen immer dann, wenn es um Beglaubigungen und Beurkundungen von Rechtsgeschäften geht.

Das kann zum Beispiel der Kauf einer Immobilie sein, aber auch Eheverträge, Erbscheineinträge und das Aufsetzen eines Testaments. Die Beitragssätze sind gesetzlich vorgeschrieben. Ihre Höhe richtet sich danach, was beglaubigt werden soll und wie viel das Geschäft wert ist. Wie viel Aufwand der Notar mit einem einzigen Antrag hat, berücksichtigt die Rechnung bisher nicht.

Die Kostenreform soll das nun ändern. Aufwendigere Notarleistungen werden teurer. Durch die Reform steigen aber auch die Gebühren für jene Kunden, die Geschäfte über kleinere Summen tätigen - sogenannte Bagatellfälle. Davon sollen Notare in strukturschwachen Regionen profitieren, sagt Andreas Brandt von der Bundesnotarkammer. „Wie stark die Gebühren steigen lässt sich aber nicht pauschal sagen“, so Brandt. Bei der Aufsetzung eines Testaments könnten die Kosten je nach Fall zwischen fünf und 20 Prozent steigen. „Im Einzelfall kann das schon dramatisch aussehen“, sagt er.

Kommentare zu " Notarkosten: Warum der Hauskauf teurer wird"

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  • Warum braucht es überhaupt eine fixe Vergütungsregelung und den ganzen Vorlesezinober, wo doch 99 % lesen und schreiben können und die Beratung durch die Notare meist nicht stattfindet.

    Warum geht z.B. nicht bei Beglaubigungen eine Lösung mit dem elektronischen Personalausweis alternativ zu den 40 € beim Notar.

    In der Schweiz kann man verhandeln, es gibt Discount Notare und es gelten idR. Stundensätze. (Beispiel: Netnotar.ch)

  • Die "Wirtschaft" und die Steuereinnahmen müssen positiv stimuliert werden und die damit verbundene Inflation soll die Staatsverschuldung senken. So einfach geht Politik und die Notare sind dankbar wie die Hoteliers bei der Absenkung der Mehrwertsteuer.
    Alles ganz einfach und zielgerichtet.

  • Die Politik, wie so oft unser Freund und Helfer... Wie nennt sich unser System noch gleich? Volksherrschaft... Hmm, da stellt sich doch die Frage, was können wir dagegen tun?!? Ist AfD wirklich eine Alternative? Schlimmer geht es ja bei dem sonstigen Einheitsbrei, heute hü, morgen hot, nicht mehr, oder? Ich werde es damit versuchen.... Mal sehen, wie viele sich von den alten Parteien noch hinters Licht führen lassen....

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