Pendler
Umwege sind absetzbar

Ein häufiges Ärgernis: Finanzbeamte kürzen die Pendlerpauschale, weil der Weg zur Arbeit einem Internet-Routenplaner zufolge kürzer ist als vom Steuerzahler behauptet. Das Finanzgericht Düsseldorf hat jetzt jedoch entschieden, dass auch große Umwege in Ordnung sind, wenn Pendler dadurch Zeit sparen (1 K 3285/06 E).

Eine Dormagenerin hatte tägliche Fahrten von 44 Kilometern zum Arbeitsplatz am Flughafen Düsseldorf angegeben. Der Routenplaner spuckte aber nur 25 Kilometer aus, woraufhin die Beamten den Steuerabzug von 3 280 auf 1 913 Euro kürzten. Zu Unrecht, sagten die Finanzrichter. Der kürzeste Weg führe durch die Düsseldorfer City und dauere "Testfahrten des Gerichtsprüfers" zufolge im morgendlichen Berufsverkehr 25 Minuten länger als die 44-Kilometer-Fahrt über die Autobahn.

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Auf dem Rückweg liege die Ersparnis bei sechs Minuten. Damit spare die Frau täglich mehr als eine halbe Stunde, was "in Relation zu den Gesamtfahrzeiten bedeutend" sei und deshalb die volle Pauschale rechtfertige. Zudem dürfe das Finanzamt nicht ignorieren, dass das Fahrverhalten der Klägerin die Innenstadt entlaste.

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