Ranking Top-Steuerberater und ihre größte Herausforderung

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Steuer-Software ist keine Konkurrenz

Diese Beiträge können Sie tatsächlich steuerlich absetzen

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Bei Privatleuten hat die Finanzverwaltung ebenfalls schon einige Schritte auf dem Weg zur Digitalisierung gemacht. So war etwa die sogenannte vorausgefüllte Steuererklärung erstmals für das Steuerjahr 2014 verfügbar. Für Einkommensteuererklärungen werden dabei Daten aus den Lohnsteuerbescheinigungen, den Rentenbezugsmitteilungen, den Bescheinigungen zu Kranken- und Pflegeversicherungen sowie Daten über Vorsorgeaufwendungen (Riester- oder Rürup-Verträge) oder Lohnersatzleistungen elektronisch bereitgestellt.

Nachdem sich der Steuerzahler dafür registriert hat, kann er die Daten mit einem Klick in ein digitales Steuererklärungsformular übernehmen. Nöll vom Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine warnt jedoch: „Wichtig ist, dass diese Datenübernahme den Steuerpflichtigen nicht von der Verpflichtung entbindet, seine Steuererklärung auf Vollständigkeit und Richtigkeit zu prüfen und gegebenenfalls auch zu korrigieren.“

Eine Alternative zu Steuerberatern können Lohnsteuerhilfevereine sein. Sie dürfen jedoch nur Arbeitnehmer, Rentner und Arbeitslose beraten, sofern diese keine Gewinneinkünfte erzielen. Weitere Einschränkung: Die Überschusseinkünfte der Ratsuchenden dürfen insgesamt nicht mehr als 13.000 Euro – beziehungsweise 26.000 Euro bei Zusammenveranlagung – betragen. Dazu zählen zum Beispiel Einkünfte aus Kapitalvermögen oder Mieteinnahmen. Die Lohnsteuerhilfevereine vertreten aktuell mehr als drei Millionen Steuerzahler und freuen sich derzeit über eine jährliche Wachstumsrate von etwa vier Prozent.

Als besonderen Vorteil nennt Nöll den pauschalen Mitgliedsbeitrag, der sich allein nach dem Einkommen des Steuerzahlers richtet: „Das ist ein All-Inclusive-Angebot. Unsere Mitglieder können sich jederzeit mit Fragen an ihren Verein wenden und alle Leistungen sind mit dem Beitrag abgegolten.“ Dazu zähle etwa auch die Einlegung eines Einspruchs gegen den Steuerbescheid.

Steuerzahler, die sich doch lieber selbst mit den Steuerformularen und ihren Belegen beschäftigen, können dafür auch schon seit einigen Jahren – ganz digital – Steuererklärungssoftware nutzen. Die Angebote sind vielfältig. Letztlich ist die Auswahl Geschmackssache. Der Bund der Steuerzahler (BdSt) etwa gibt zwar keine Empfehlung für eine bestimmte Software ab, doch „die Angebote der bekannten Hersteller sind alle in Ordnung, meist nur unterschiedlich strukturiert“, sagt Isabel Klocke, Steuerexpertin beim BdSt. Solche Angebote betrachten aber weder Nöll noch Pestke als gefährliche Konkurrenz: Wer solche Programme nutze, habe sich in der Regel auch in der Vergangenheit nicht von einem Profi helfen lassen, sondern seine Steuererklärung selbst auf Papier erstellt.

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