Reits fallen nicht unter die Aufsicht der BaFin: Immobilienaktie wird in eigenem Gesetz geregelt

Reits fallen nicht unter die Aufsicht der BaFin
Immobilienaktie wird in eigenem Gesetz geregelt

Die Gesetzesregelung über steuerbegünstigte Immobilienaktiengesellschaften, so genannte Real Estate Investment Trusts (Reits), wird nicht in das Investmentgesetz (InvG) aufgenommen. Es werde ein eigenes Gesetz für Reits geben, sagte eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums (BMF) dem Handelsblatt.

rrl/fmd DÜSSELDORF/BERLIN. Dadurch fallen Reits auch nicht unter die direkte Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Außerdem ist der Versuch des InvestmentfondsBranchenverbandes BVI gescheitert, über eine Verankerung im InvG Einfluss auf die entstehende Reit-Branche zu gewinnen.

Ohnehin waren bereits viele Anbieter offener Immobilienfonds von einer Reits-Regelung außerhalb des InvG ausgegangen. Barbara Knoflach, Geschäftsführerin des BVI-Mitglieds SEB Immobilien-Investment GmbH, sagt: "Aus Sicht der offenen Immobilienfonds bedauere ich dies sehr. Mit dem Blick auf den deutschen Immobilienmarkt begrüße ich aber eine Regelung außerhalb des Investmentgesetzes." Als Argument des BMF vermutet sie: "Zu stark regulierte Reits haben bei ausländischen Investoren keine Chance."

Auch andere BVI-Mitglieder sehen die Entscheidung gelassen: "Für uns macht es keinen Unterschied, ob ein Reit-Gesetz eigenständig oder im Rahmen des Investmentgesetzes erlassen wird", sagt Heiko Beck, Chefsyndikus der Dekabank und damit auch Vertreter der Interessen deren offener Immobilienfonds. Frank Pörschke, Geschäftsführer der Commerz Grundbesitz-Investmentgesellschaft, hat ebenfalls "eine Präferenz" für eine Regelung außerhalb des InvG. "Für mich ist wichtig, möglichst wenig Restriktionen zu haben." Eine Regelung im InvG hätte nach Ansicht vieler Branchenvertreter genau das Gegenteil bewirkt.

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