Revision beim BFH zugelassen
Steuerberatungskosten nur teilweise abzugsfähig

Steuerberatungskosten dürfen weiterhin nur zum Teil von der Steuer abgesetzt werden. Das niedersächsische Finanzgericht hat entschieden, dass der seit 2006 eingeschränkte Abzug der Beratungskosten verfassungsgemäß ist.

ap HANNOVER. Bis Ende 2005 durften die Ausgaben für den Steuerberater beim Finanzamt als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Seit 2006 sind nur Beratungskosten abzugsfähig, die bei der Ermittlung der eigenen Einkünfte angefallen sind. Sie können als Werbungskosten oder bei Selbstständigen als Betriebsausgaben angegeben werden.

Eine Klägerin gegen die Neuregelung hatte geltend gemacht, angesichts des komplizierten Steuerrechts sei man auf die Beratung durch Fachleute angewiesen. Das Finanzgericht folgte dem nicht. Es gebe keinen Zwang, sich durch einen Steuerberater vertreten zulassen, meinten die Richter. Viele Steuerpflichtige kämen ohne externe professionelle Hilfe aus. Die beklagte Unübersichtlichkeit des Steuerrechts betreffe zudem vor allem die Ermittlung der Einkünfte, für die Steuerberatungskosten weiter geltend gemacht werden könnten. Die Neuregelung verstoße nicht gegen das Nettoprinzip. Das Finanzgericht ließ die Revision zum Bundesfinanzhof zu.

(Aktenzeichen: 10 K 103/07)

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