September aufkommensstärkster Monat
Einnahmen aus der Steueramnestie ziehen langsam an

Die Einnahmen aus der Steueramnestie von Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) ziehen allmählich an. Im September gingen 60,2 Mill. Euro bei den Finanzämtern von Flensburg bis Fürstenfeldbruck ein.

HB DÜSSELDORF. Damit war der September im Jahresverlauf der mit Abstand aufkommensstärkste Monat. Dies geht aus internen Unterlagen des Bundesfinanzministeriums hervor, die dem Handelsblatt (Donnerstagausgabe) vorliegen. Nach drei Quartalen haben Eichel und seine Länderkollegen von reuigen Steuersündern damit insgesamt 378,2 Mill. Euro eingenommen. Je 42,5 Prozent des Geldes aus der "strafbefreienden Erklärung" stehen Bund und Ländern zu, 15 Prozent erhalten die Kommunen.

Trotz des jüngsten Anstiegs wird in Steuerschätzerkreisen jedoch nicht erwartet, dass bis Ende dieses Jahres die bei der letzten Prognose im Mai veranschlagten 1,5 Mrd. Euro erzielt werden. "Selbst eine Mrd. Euro dürfte noch zu hoch gegriffen sein", hieß es in den Kreisen.

Das höchste Aufkommen wurde mit je knapp 90 Mill. Euro bislang in Nordrhein-Westfalen und Bayern erzielt. Drittstärkstes Land ist Baden-Württemberg mit 55 Mill. Euro. Trist sieht es dagegen in Ostdeutschland aus - hier sind nach drei Quartalen weniger als sechs Mill. Euro bei den Finanzämtern eingegangen. Erstmals erzielten im September allerdings zwei Ost-Länder - Ost-Berlin und Brandenburg - siebenstellige Einnahmen.

Bezogen auf die Einwohnerzahl ist das Aufkommen in Bremen mit knapp 26 Euro je Bürger am höchsten, gefolgt von Hamburg mit knapp zehn Euro; Schlusslicht sind Thüringen, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern mit weniger als 30 Cent je Einwohner. Der Bundesdurchschnitt beträgt 4,58 Euro.

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