Spekulationssteuer
Anleger sollten Verluste melden

Die Bundesregierung hebelt mal wieder ein Urteil des Bundesfinanzhofs aus.

Die Münchner Richter hatten in einem im Frühjahr veröffentlichten Fall entschieden, Verluste aus Wertpapierverkäufen dürften auch dann von späteren Verkaufsgewinnen abgezogen werden, wenn der Anleger sie im Jahr der Entstehung nicht in seiner Steuererklärung angegeben hatte (IX R 21/04). Diese von den Finanzbehörden geforderte "formale Verlustfeststellung" sei auf Basis der geltenden Rechtslage nicht erforderlich, argumentierte der Bundesfinanzhof damals.

Dann ändern wir eben die Rechtslage, dachten sich jetzt wohl die Finanzpolitiker der schwarz-roten Koalition. Vom Januar an gilt deshalb: Spekulationsverluste müssen aktuell in der Steuererklärung angegeben werden, ansonsten sind sie später wertlos.

Wer seit 1999 Verluste eingefahren und noch nicht gemeldet hat, sollte das deshalb bis Jahresende nachholen. Denn nur bis dahin gilt auch eine weitere positive Vorschrift, nach der Verluste bis zu sieben Jahre später geltend gemacht werden können.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%