Spenden und Steuer
Tue Gutes und sag es dem Finanzamt

Ob Geld, Kleidung oder Bücher – viele Menschen möchten gemeinnützige Organisationen unterstützen. Das bringt auch einen steuerlichen im Vorteil. Doch bei Sachspenden sind besondere Regeln zu beachten.
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FrankfurtTue Gutes und rede darüber: Wenn es um Spenden geht, sollte man dies am besten auch mit dem Finanzamt tun. Denn Spenden sind steuerlich absetzbar. Voraussetzung: Sie werden ohne Gegenleistung für steuerbegünstigte Zwecke an entsprechende Organisationen geleistet. Außerdem müssen Steuerzahler in aller Regel eine Zuwendungsbestätigung vorlegen

Darüber hinaus sind Spenden nur bis zu einer bestimmten Höhe abzugsfähig – im individuellen Fall bis zu 20 Prozent der eigenen Einkünfte. Allerdings können Spenden, die das aufgrund dieser Tatsache in einem Kalenderjahr nicht berücksichtigt, ins nächste Jahr vorgetragen werden.

Nicht immer muss Geld überwiesen werden, damit das Finanzamt das Geschenk als Spende einstuft. Auch Sachspenden sind steuerlich begünstigt. Ob Kleider für Bedürftige oder Bücher für die Bibliothek: Sachspenden können sich also steuerlich bezahlt machen. Denn grundsätzlich erkennt das Finanzamt auch diese als Sonderausgabe an. Bedingung ist, dass die Sachspende unmittelbar für die ideellen steuerbegünstigten Zwecke des jeweiligen Vereins verwendet wird oder aber für einen so genannten Zweckbetrieb. Das kann zum Beispiel eine Tombola sein, wenn mit dem Reinertrag steuerlich begünstigte Zwecke gefördert werden.

Damit Sachspenden in der Steuererklärung angesetzt werden können, müssen Spender deren Wert ermitteln. Sachspenden sind grundsätzlich mit dem Markt- beziehungsweise Verkehrswert zu berechnen. Das Finanzamt unterscheidet zwischen neuen und gebrauchten Gegenständen: Ist der gespendete Gegenstand neu, ergibt sich der Wert aus der Rechnung. Den Kaufbeleg benötigen Sie als Nachweis.

Bei gebrauchten Dingen bestimmt sich der Marktwert durch den Preis, der bei einem Verkauf zu erzielen wäre. Dabei spielen Art und Zustand der Sachspende eine Rolle – und natürlich die Frage, ob jemand bereit wäre, den Gegenstand zu kaufen. Wenn es einen „Markt“ für den gespendeten Gegenstand gibt, können Sie dort Preise vergleichen – zum Beispiel in Kleinanzeigen. Falls dies nicht möglich ist, müssen Sie schätzen. Dabei sind der ursprüngliche Wert, der Zustand und das Alter der Spende ausschlaggebend.

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