Steuerberater-Ranking: So ist die Steuererklärung ein Klacks

Steuerberater-Ranking
So ist die Steuererklärung ein Klacks

Wer selbstständig ist oder ein Unternehmen führt, kommt um die Steuererklärung nicht herum. Ein guter Berater kann da hilfreich sein. Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten und welche Möglichkeiten Arbeitnehmer haben.

FrankfurtHatten Sie auch schon einen Ausdruck der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung im Briefkasten? Wenn jetzt auch noch ihre Bank die Steuerbescheinigung schickt, gibt es für viele Steuerzahler keine Ausrede mehr: Sie können ihre Einkommensteuererklärung für das Jahr 2015 machen. Manch einer schiebt das trotzdem gerne hinaus. Es ist einfach lästig, die Belege zu sortieren und die Formulare auszufüllen.

Dabei haben es Angestellte noch vergleichsweise leicht. Im einfachsten Fall müssen sie nur ein einziges Formular ausfüllen. Doch solche Formulare vermehren sich schnell, hier eines für Kapitalerträge, dort eins für Renten und sonstige Leistungen und dann vielleicht noch eins für Unterhaltsleistungen. Kein Wunder, dass viele Steuerzahler lieber gleich den Profi ran lassen und einen Steuerberater engagieren – erst recht, wenn sie selbständig sind oder ein Unternehmen führen, denn für sie sind die Anforderungen noch viel komplexer.

Bloß, wie findet man einen guten Berater? „Das ist ähnlich wie bei der Arztwahl, die Chemie muss stimmen“, sagt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler (BdSt). „Hilfreich kann es sein, sich im Bekanntenkreis umzuhören.“ Neben einem sympathischen Auftreten ist aber auch die Fachkenntnis wichtig. Um beim Arztvergleich zu bleiben: Wer Zahnschmerzen hat, sollte lieber gleich zum Zahnarzt gehen und nicht erst den Allgemeinmediziner um Rat fragen. „Auch Steuerberater sind zunehmend spezialisiert, beispielsweise auf Unternehmensnachfolge, Sanierungsfragen oder internationales Steuerrecht“, sagt Harald Elster, Präsident des Deutschen Steuerberaterverbands (DStV).

Welches die Top-Steuerberater in den zehn größten deutschen Städten sind, hat im Auftrag des Handelsblatts das Sozialwissenschaftliche Institut Schad (S.W.I.) ermittelt. Daneben haben die Tester auch die Top-Berater in fünf Branchen – darunter Freiberufler und Handel – sowie in fünf Sachgebieten, etwa Existenzgründung und Erbschaft, zusammengestellt. Von mehr als 5700 eingeladenen Steuerberatern haben sich 1500 an der Studie des S.W.I. beteiligt.

Die ersten Punkte konnten die Steuerberater schon damit sammeln, dass sie möglichst schnell auf eine Testanfrage reagierten, die S.W.I. per E-Mail versendete. Die Tester schickten die Anfrage im Namen eines real existierenden Unternehmens – etwa 1250 Kanzleien antworteten. Kurz darauf wurde der Hintergrund des Anschreibens aufgedeckt und alle 5700 Steuerberater erhielten die Einladung zu einer Online-Umfrage. Darin wurde Basis- und Fachwissen getestet (detaillierter Aufbau der Studie, siehe „Top Steuerberater – So wurde getestet“).

Grundsätzlich haben Steuerberater eines gemeinsam: Den Titel dürfen sie nur tragen, wenn sie ihr Berufsexamen bestanden haben. Zudem können sie Lehrgänge zum „Fachberater (DStV e.V.)“ absolvieren. Laut Berufsstatistik gibt es rund 82.000 Steuerberater in Deutschland. „Mehr als 1800 dokumentieren heute bereits ihre Spezialisierung mit einer Zusatzqualifikation zum Fachberater (DStV e.V.)“, sagt Elster. Einen Suchservice bietet der Verband auf seiner Internetseite.

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