Steuerberater-Ranking
So ist die Steuererklärung ein Klacks

So rechnen die Berater ab

Bevor Steuerzahler einen Berater engagieren, stellen sie sich meist auch die Frage: Wie viel wird das kosten? Ähnlich wie für Anwälte gilt auch für Steuerberater grundsätzlich eine Vergütungsverordnung (StBVV ). Wie viel ein Mandat letztlich zahlen muss, richtet sich insbesondere nach seinem Einkommen und der Komplexität des Steuerfalls. „Der Berater hat jedoch einen Ermessenspielraum. In bestimmten Fällen kann auch ein Honorar zum Beispiel nach Zeit vereinbart werden“, sagt Klocke. „Bevor man das Mandat erteilt, sollte man über die anfallenden Gebühren sprechen.“

Größtenteils können die Steuerberatungskosten gleich wieder von der Steuer abgezogen werden. „Wer den Steuerberater zur Ermittlung seiner Einkünfte engagiert, kann die Kosten als Werbungs- oder Betriebskosten absetzen“, erklärt Elster. Entscheidend ist dabei, dass die Kosten „beruflich veranlasst“ waren. Steuerberatungskosten, die durch die „private Lebensführung“ veranlasst sind, seien dagegen nicht abziehbar. Das heißt: Will ein Steuerzahler beispielsweise Gesundheitskosten als Sonderausgaben geltend macht, können die darauf entfallenden Beraterkosten nicht geltend gemacht werden. Klingt kompliziert, aber keine Sorge: Diese Aufteilung berechnet auch der Berater.

Eine Alternative zu Steuerberatern können Lohnsteuerhilfevereine sein. Sie dürfen jedoch nur Arbeitnehmer, Rentner und Arbeitslose beraten, sofern diese keine Gewinneinkünfte erzielen. Weitere Einschränkung: Die Überschusseinkünfte der Ratsuchenden dürfen insgesamt nicht mehr als 13.000 Euro (beziehungsweise 26.000 Euro bei Zusammenveranlagung) betragen. Dazu zählen zum Beispiel Einkünfte aus Kapitalvermögen oder Mieteinnahmen. „In Deutschland gibt es etwa 800 Lohnsteuerhilfevereine mit mehr als 10.000 Beratungsstellen“, sagt Erich Nöll, Geschäftsführer des Bundesverbands der Lohnsteuerhilfevereine (BDL).

„Ein Qualitätsmerkmal ist das ZVL-Zertifikat“, sagt Nöll. Das bestätigte, dass die fachliche Arbeit, die steuerliche Beratung und die Organisationsabläufe der Beratungsstelle der DIN-Norm 77700 entsprechen. „Der Umkehrschluss ist allerdings nicht zulässig, auch Vereine ohne das Zertifikat können sehr gut sein“, sagt Nöll. Zudem trage die Mitgliedschaft in einem Dachverband dazu bei, dass die Vereine immer gut über den neuesten Stand des Steuerrechts unterrichtet seien.


Die Finanzierung der Steuerhelfer läuft über Mitgliedsbeiträge, die nach dem Einkommen der Steuerzahler gestaffelt sind. Beim Lohnsteuerhilfeverein HILO beispielsweise sind es 15 Stufen: Von rund 54 Euro bei Jahreseinnahmen bis 10.000 Euro bis zu 392 Euro bei Jahreseinnahmen von mehr als 170.000 Euro. Diese Beiträge sind „All-inklusive-Angebote“, beschreibt Nöll das System. Die Vereinsmitglieder können sich dafür nicht nur beim Erstellen der Steuererklärung helfen lassen, sondern auch beim Prüfen des Steuerbescheids, bei einem Einspruch und vielen weiteren Steuerfragen. „Deutschlandweit haben die Lohnsteuerhilfevereine etwa dreieinhalb bis vier Millionen Mitglieder“, schätzt Nöll.

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