Steuerberater-Ranking So ist die Steuererklärung ein Klacks

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Typische Irrtümer vermeiden
Die nettesten Finanzämter Deutschlands
Platz 10: Sankt Goarshausen (Rheinland-Pfalz)
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Im Vergleich zum Vorjahr ist das Finanzamt Sankt Goarshausen 2015 zwei Plätze abgestiegen. Seit 2012 ruft die Akademische Arbeitsgemeinschaft die Nutzer seines Onlineportals „Steuertipps.de“ jährlich zur Wahl des kundenfreundlichsten Finanzamts auf. Im Jahr 2015 standen 552 Finanzämter zur Wahl. Rund 10.000 Nutzer nahmen teil. Sie bewerteten das für sie zuständige Finanzamt nach den Kategorien Freundlichkeit, Geschwindigkeit und Erreichbarkeit auf einer Skala von 1 bis 5.

Platz 9: Idar-Oberstein (Rheinland-Pfalz)
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Idar-Oberstein in der Nähe vom Idarwald (im Bild) gehört zu den größten Absteigern des Rankings. Von Platz 3 im Jahr 2014 rutscht das Finanzamt diesmal auf Platz 9.

Platz 8: Überlingen (Baden-Württemberg)
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Das Finanzamt Überlingen scheint dagegen hart an seiner Kundenfreundlichkeit gearbeitet zu haben. 2014 schaffte es das Amt der Stadt nicht einmal unter die Top 20. Jetzt ist es sogar Platz 8 geworden. Als Bundesland schafft es Baden-Württemberg übrigens insgesamt auf den dritten Platz.

Platz 7: Koblenz (Rheinland-Pfalz)
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Das Finanzamt in Koblenz hat sich offenbar auch ins Zeug gelegt. Es war 2014 ebenfalls nicht unter den Top 20. 2015 hat es für den siebten Platz gereicht.

Platz 6: Alzey (Rheinland-Pfalz)
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Alzey reiht sich neben Koblenz und Überlingen ein. 2014 schaffte es das Finanzamt dort nicht mal unter die Top 20. Die Finanzämter in Rheinland-Pfalz scheinen im Übrigen besonders nett zu sein. 2015 lag die Hälfte der Top-20 Ämter in dem Bundesland.

Platz 5: Bitburg (Rheinland-Pfalz)
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Bitburg ist nicht nur bekannt für Bier, sondern auch für ein freundliches Finanzamt. Allerdings scheinen sich die Mitarbeiter dort inzwischen etwas auf ihrem Ruhm auszuruhen. Von Platz 1 im Jahr 2014 rutschte das Finanzamt ab auf Platz 5.

Platz 4: Prüm (Rheinland-Pfalz)
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Bereits das vierte Jahr in Folge dominieren Finanzämter aus Rheinland-Pfalz die Top 10. Darunter auch das Finanzamt Prüm. Es erreicht im Ranking den vierten Platz.

Wie viele Steuerzahler beim Anfertigen ihrer Einkommensteuererklärung die Hilfe eines Steuerberaters oder eine Lohnsteuerhilfevereins in Anspruch nehmen, wird nicht zentral für ganz Deutschland erfasst. In Nordrhein-Westfalen beispielsweise ist zuletzt jede zweite Steuererklärung von einem Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein erstellt worden.

Laut Angaben der Oberfinanzdirektion NRW ließen sich rund 58 Prozent der Freiberufler und Gewerbetreibenden beraten. Auch etwa jeder dritte „klassische Arbeitnehmer“ ließ sich helfen: etwa 25 Prozent von einem Steuerberater und acht Prozent von einem Lohnsteuerhilfeverein. In Bayern ließen sich zuletzt insgesamt 46 Prozent der Steuerpflichtigen beraten. Bei den typischen Arbeitnehmern lag der Anteil mit 31 Prozent dagegen etwas höher als in NRW.

„Als Finanzbeamter ist man sehr dankbar, wenn ein Profi bei der Steuererklärung geholfen hat“, sagt Thomas Eigenthaler, Bundesvorsitzender der Deutschen Steuergewerkschaft ist – und damit so etwas wie Deutschlands oberster Finanzbeamter. „Dann sind die Zahlen in den richtigen Kästchen der Formulare eingetragen und man muss sich nicht mit unsinnigen Anträgen herumschlagen.“ Ein typischer Irrtum – oder womöglich auch absichtlicher Fehler – sei die Berechnung der Entfernungspauschale. 30 Cent je Entfernungskilometer zwischen Wohnung und Arbeitsstätte lautet die Regel. „Wer 20 Kilometer zur Arbeit fährt, macht gerne 40 mal 30 Cent geltend, doch der Betrag gilt nur für die einfache Strecke“, so der Fachmann – also 20 mal 30 Cent.

Eine andere häufige Fehlerquelle: Die Berufskleidung. Ärzte dürfen die Kosten für den weißen Kittel absetzen, Handwerker die Kosten für den Blaumann, wer bei der Arbeit aber einen herkömmlichen Anzug tragen muss, kann den Fiskus nicht daran beteiligen. „Da hilft es auch nichts, wenn jemand beteuert, dass er den Anzug privat nicht trägt“, sagt Eigenthaler. Es reiche schon, dass die Möglichkeit dazu bestehe.


„Letztlich ist es Geschmackssache, ob man die Steuererklärung von einem Fachmann machen lässt“, sagt Isabel Klocke vom BdSt. „Grundsätzlich können Arbeitnehmer und Kleinselbständige ihre Steuererklärung aber durchaus alleine anfertigen.“ Eine Hilfe können dabei auch Steuerprogramme sein. Der BdSt gibt zwar keine Empfehlung für eine bestimmte Software, doch „die Angebote der bekannten Hersteller sind alle in Ordnung, meist nur unterschiedlich strukturiert“, sagt die Steuerexpertin.

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