Steuerberater-Ranking
So ist die Steuererklärung ein Klacks

Typische Irrtümer vermeiden

Wie viele Steuerzahler beim Anfertigen ihrer Einkommensteuererklärung die Hilfe eines Steuerberaters oder eine Lohnsteuerhilfevereins in Anspruch nehmen, wird nicht zentral für ganz Deutschland erfasst. In Nordrhein-Westfalen beispielsweise ist zuletzt jede zweite Steuererklärung von einem Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein erstellt worden.

Laut Angaben der Oberfinanzdirektion NRW ließen sich rund 58 Prozent der Freiberufler und Gewerbetreibenden beraten. Auch etwa jeder dritte „klassische Arbeitnehmer“ ließ sich helfen: etwa 25 Prozent von einem Steuerberater und acht Prozent von einem Lohnsteuerhilfeverein. In Bayern ließen sich zuletzt insgesamt 46 Prozent der Steuerpflichtigen beraten. Bei den typischen Arbeitnehmern lag der Anteil mit 31 Prozent dagegen etwas höher als in NRW.

„Als Finanzbeamter ist man sehr dankbar, wenn ein Profi bei der Steuererklärung geholfen hat“, sagt Thomas Eigenthaler, Bundesvorsitzender der Deutschen Steuergewerkschaft ist – und damit so etwas wie Deutschlands oberster Finanzbeamter. „Dann sind die Zahlen in den richtigen Kästchen der Formulare eingetragen und man muss sich nicht mit unsinnigen Anträgen herumschlagen.“ Ein typischer Irrtum – oder womöglich auch absichtlicher Fehler – sei die Berechnung der Entfernungspauschale. 30 Cent je Entfernungskilometer zwischen Wohnung und Arbeitsstätte lautet die Regel. „Wer 20 Kilometer zur Arbeit fährt, macht gerne 40 mal 30 Cent geltend, doch der Betrag gilt nur für die einfache Strecke“, so der Fachmann – also 20 mal 30 Cent.

Eine andere häufige Fehlerquelle: Die Berufskleidung. Ärzte dürfen die Kosten für den weißen Kittel absetzen, Handwerker die Kosten für den Blaumann, wer bei der Arbeit aber einen herkömmlichen Anzug tragen muss, kann den Fiskus nicht daran beteiligen. „Da hilft es auch nichts, wenn jemand beteuert, dass er den Anzug privat nicht trägt“, sagt Eigenthaler. Es reiche schon, dass die Möglichkeit dazu bestehe.


„Letztlich ist es Geschmackssache, ob man die Steuererklärung von einem Fachmann machen lässt“, sagt Isabel Klocke vom BdSt. „Grundsätzlich können Arbeitnehmer und Kleinselbständige ihre Steuererklärung aber durchaus alleine anfertigen.“ Eine Hilfe können dabei auch Steuerprogramme sein. Der BdSt gibt zwar keine Empfehlung für eine bestimmte Software, doch „die Angebote der bekannten Hersteller sind alle in Ordnung, meist nur unterschiedlich strukturiert“, sagt die Steuerexpertin.

Handelsblatt-Finanzkorrespondentin Katharina Schneider.
Katharina Schneider
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