Steuererhöhung: Kommunen knapp bei Kasse

Steuererhöhung
Kommunen knapp bei Kasse

Die deutschen Kommunen sind knapp bei Kasse. Also erhöhen sie die Steuern und das teilweise um 90 Prozent. In Thüringen und Rheinland-Pfalz ist die Lage kritisch, anders als in Bayern.
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StuttgartAngesichts knapper Kassen haben viele Kommunen in den vergangenen Jahren die Steuern angehoben. Zwischen Anfang 2010 und Mitte 2014 habe die Hälfte aller deutschen Städte und Gemeinden mindestens einmal die Gewerbesteuer erhöht, teilte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young am Dienstag in Stuttgart mit. Die Grundsteuer B, die Haus- und Wohnungseigentümer zahlen müssen, hoben in dieser Zeit 58 Prozent der Kommunen an.

„Vor allem in Regionen mit einer großen Zahl finanzschwacher Kommunen wurden in den vergangenen Jahren vermehrt die Steuern erhöht“, erklärte Hans-Peter Busson von Ernst & Young. „Viele deutsche Kommunen wirtschaften am absoluten Limit.“

Auf breiter Front stiegen die Steuern der Studie zufolge vor allem in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen: Dort erhöhten in dem Zeitraum mehr als neun von zehn Kommunen mindestens einmal die Grundsteuer B.

Die Gewerbesteuer wurde demnach vor allem von Kommunen in Thüringen (90 Prozent) und Rheinland-Pfalz (80 Prozent) erhöht. Anders in Bayern: Dort hob nicht einmal jede fünfte Kommune seit Anfang 2010 die Gewerbe- beziehungsweise die Grundsteuer B an.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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