Steuererklärung 2011: Die Putzfrau senkt die Steuerlast, der Fitnesstrainer nicht

Steuererklärung 2011
Wenn der Gärtner beim Steuernsparen hilft

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Die Putzfrau senkt die Steuerlast, der Fitnesstrainer nicht

Wenn große Arbeiten anstehen, können Vermieter die Kosten auch auf zwei bis fünf Jahre verteilen. „Das kann sich lohnen, wenn in den kommenden Jahren hohe steuerpflichtige Einkommen erwartet werden“, sagt Anita Käding. Allerdings müssen diese Werbungskosten gleichmäßig auf alle Jahre aufgeteilt werden und diese Option gilt bei Wohn-, nicht aber bei Bürogebäuden.

In dem Zusammenhang gibt es auch einen wichtigen Fallstrick: Innerhalb von drei Jahren nach der Anschaffung eines Gebäudes zählen die meisten Aufwendungen als anschaffungsnahe Herstellungskosten. Übersteigen die Ausgaben eine Grenze von 15 Prozent des Gebäudepreises, müssen sie jährlich abgeschrieben werden.

Rund um Haus und Hof können aber nicht nur solche Arbeitsleistungen steuerlich abgesetzt werden, die zu baulichen Veränderungen führen. Einen Bonus gibt es auch für haushaltsnahe Dienstleistungen. Dazu zählen beispielsweise Hausarbeiten wie Putzen und Bügeln, Gartenpflege und Zubereitung von Mahlzeiten. Voraussetzung ist, dass der Dienstleister offiziell beschäftigt und gemeldet wird. Auch ein Beleg für die Bezahlung muss mit eingereicht wird, deshalb kann der Lohn nicht bar bezahlt werden.

Unterschieden wird zwischen geringfügig Beschäftigten – jährlich sind zwanzig Prozent, maximal 510 Euro absetzbar – und Selbstständigen, die auf Rechnung arbeiten – hier können zwanzig Prozent der Kosten, maximal aber 4.000 Euro pro Jahr abgesetzt werden. Anzugeben ist dies im Mantelbogen der Einkommensteuererklärung. Ausdrücklich nicht gefördert werden jedoch der private Fitnesstrainer, der Chauffeur, Hauslehrer und Leibwächter.

Im nächsten Teil des Spezials lesen Sie, wie sie rund um die Kapitalanlage sparen können. Alle Artikel des Spezials finden Sie unter www.handelsblatt.com/steuererklaerung.

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Handelsblatt-Finanzkorrespondentin Katharina Schneider.
Katharina Schneider
Handelsblatt / Finanzkorrespondentin

Kommentare zu " Steuererklärung 2011: Wenn der Gärtner beim Steuernsparen hilft"

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  • Und das Ganze natürlich nur wenn man alles richtig in seiner Steuererklärung einträgt. Und nur wenn der Handwerker die Türen zum bearbeiten nicht außer Haus schleppt. Dann kann man einen winzigen Teil absetzen. Dafür muss man aber erstmal extrem viel ausgeben und den Lohn überweisen. Manche Handwerker drängen auf sofortige Bezahlung. Sogar gegen Quittung. Ist dann aber nicht absetzbar. Da hat das Finanzamt aber nochmal Glück gehabt. Gott sei Dank ist der Aufwand so groß und die möglich erzielbare Steuerersparnis so gering, dass sich kaum jemand mit dieser Super-Mega-Steuerersparnis befasst. Also wieder nur ein aufgebauschter Vorteil, damit der Normalverbraucher denkt er würde etwas sparen.

  • Der deutsche Depp arbeitet 6 Monate für den Staat damit der am Ende mit fast 20% MwSt und 60-70% Steuern beim Tanken beraubt wird...was da effektiv übrig bleibt von dem was man geleistet hat und wofür die erarbeiteten Gelder drauf gehen??? Reden wir nicht drüber, es wir deinem mehr als schlecht.

    Wenn ich dann diese Artikel vom Steuersparen lese, wird mir grad schlecht....das ist doch wohl ein Scherz. Hier gehts schlimmer zu wie im Raubrittertum und dann wird so getan als soll die grosse Freude herrschen weil der Knecht und Sklave 2 Brotkrumen hingeworfen bekommt. Lachhaft!

    Deutschland, Politik und Steuern....die Kombination grenzt an einer Perversion. Demokratie noch ganz zu schweigen.

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