Steuererklärung
Finanzämter mögen kein Papier mehr

Selbstständige kennen das: Ihre Steuererklärung dürfen sie nicht mehr auf Papierformularen abgeben. Jetzt werden die Finanzämter noch strenger. Auch wer einen Nebenerwerb hat, muss seine Einkünfte digital erklären.
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KoblenzAls Selbstständiger sind Sie dazu verpflichtet, eine Steuererklärung einzureichen, wenn Ihre jährlichen Einkünfte über 8.652 Euro liegen – das ist der steuerfreie Grundfreibetrag. Wenn Sie Verluste erwirtschaftet haben – etwa in der Zeit nach der Gründung –, sollten Sie eine Steuererklärung abgeben. Sind Sie verpflichtet, die Erklärung abzuliefern, muss dies derzeit grundsätzlich noch bis zum 31. Mai des folgenden Jahres geschehen. Lassen Sie sich von einem Steuerberater helfen, verlängert sich diese Frist automatisch bis zum 31. Dezember des Folgejahres.

Die Einkommensteuererklärung können Sie auf den amtlichen Papiervordrucken abgeben. Die Umsatz- und Einkommensteuererklärung muss dagegen seit einigen Jahren elektronisch eingereicht werden. Ausnahmen von dieser Regel akzeptierte das Finanzamt nur in speziellen Härtefällen – etwa, wenn eine elektronische Abgabe finanziell oder altersbedingt nicht zumutbar war. Auf andere Argumente ließ sich die Finanzverwaltung nicht ein – zum Beispiel auf den Hinweis, dass das Internet und der elektronische Versand der Steuererklärung unsicher seien.

Schließlich werden die Daten bei ELSTER verschlüsselt übertragen, außerdem hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ELSTER zertifiziert. Wer sich gegen die elektronische Steuererklärungs-Variante sperrte, durfte alternativ dem Finanzbeamten auch nicht die Daten auf einem Datenträger übergeben. Mal eben zum Finanzamt gehen und den USB-Stick vorbeibringen: Eine solche Möglichkeit schloss schon das Finanzgericht Baden-Württemberg aus (Az.: 7 K 3192/15).

Ab diesem Jahr lehnt die Finanzverwaltung die Papierform auch bei Steuererklärungen im Nebenerwerb ab. Darauf weist aktuell das Landesamt für Steuern Rheinland-Pfalz hin. Die gesetzliche Pflicht, die Steuererklärung elektronisch abzugeben, bestehe für Gewerbetreibende, Land- und Forstwirte sowie Privathaushalte mit Fotovoltaik-Anlagen bereits seit 2011. Dies gelte auch für Gewinneinkünfte aus Nebenerwerb über 410 Euro – zum Beispiel bei Nebenerwerbslandwirten.

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Finanzämter mögen kein Papier mehr

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Ausnahmen nur in Härtefällen

Kommentare zu " Steuererklärung: Finanzämter mögen kein Papier mehr"

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  • Dann kann man doch sicher die technische Ausstattung dazu, also Computer und Windows-Lizenz, von der Steuer absetzen, oder?

  • Dann soll die Finanzverwaltung auch endlich ELSTER für Mac bereitstellen. Dieses Herumgeeiere, dass da der Bedarf nicht da wäre....Wenn schon verpflichtende elektronische Abgabe, dann auch für alle gängigen Systeme!

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