Steuererklärung
Wertverfall muss kein Spekulationsverlust sein

Einen verlustreichen Verkauf sollte man doch eigentlich als Spekulationsverlust von Aktiengewinnen abziehen könnten, dachte sich ein Steuerpflichtiger. Was allgemein vielleicht berechtigt ist, gilt allerdings nicht für Autos.

Der Mann gönnte sich Anfang 2001 ein BMW Cabrio für rund 29 900 Euro. Doch kaum war der Sommer vorbei, stieß er das gute Stück wieder ab. Allerdings zahlte ihm der Käufer nur noch 27 500 Euro. Das Minus von 2 400 Euro schrieb der Cabrio-Fan kurzerhand in seine Steuererklärung: Das sei ein Spekulationsverlust, den wolle er "vortragen" und in den kommenden Jahren von seinen erhofften Gewinnen aus Aktiengeschäften abziehen.

Doch das Finanzgericht Hessen machte ihm einen Strich durch die Rechnung (12 K 594/03). Wer mit dem Verkauf eines Autos ein Minus mache, dürfe dieses nicht von Aktiengewinnen abziehen, entschieden die Richter. Verluste seien steuerlich irrelevant, wenn sie von vornherein feststünden. Und der Wert eines Autos sinke eben mit der Haltefrist, anders als bei Wertpapieren. Der Mann hat gegen das Urteil Revision eingelegt, das letzte Wort in dieser Frage hat der Bundesfinanzhof, der das Verfahren angenommen hat (Aktenzeichen dort: IX R 29/06).

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