Steuerexperten loben die Regeln der Steueramnestie als großzügig
Finanzämter kommen Steuersündern noch mehr entgegen

Die Finanzämter kommen Amnestie-willigen Steuersündern noch weiter entgegen: Steuerzahler könnten die Bescheinigungen über Zinseinnahmen aus Schwarzgeldern im Ausland auch im kommenden Jahr nachreichen, sagte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums

BERLIN. Allerdings müssten sie die Höhe der hinterzogenen Steuern vorab schätzen und diesen Betrag bis zum 31. Dezember 2004 an das Finanzamt überweisen, sagte der Sprecher dem Handelsblatt

Steuerexperten loben die Regeln der Steueramnestie als großzügig: Wer bis Silvester die hinterzogenen Einnahmen nacherklärt, muss sie lediglich mit 25 Prozent versteuern, im ersten Quartal 2005 werden 35 Prozent fällig. Je nach Steuerart gibt es zudem Abschläge.

Steuersünder, die zunächst auf Basis einer Schätzung zurück in die Legalität wollen, sollten diese allerdings nicht zu niedrig ansetzen: Sie müssten dann nach Abschluss des Verfahrens auf den Differenzbetrag zwischen der Schätzung und dem bescheinigten Betrag 35 Prozent Steuern zahlen. Wer sich hingegen zu seinen Ungunsten verschätzt hat, bekommt die zu viel gezahlten Beträge komplett auf Basis der 25-Prozent-Regel zurück. Insgesamt verlängert sich die Amnestie allerdings nicht.

Experten im Bundesfinanzministerium erwarten, dass bis zum Jahresende 800 Millionen Euro aus der Amnestie erzielt werden, nachdem sie im Mai noch mit Einnahmen von 1,5 Milliarden Euro kalkuliert hatten. Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) hatte Anfang 2004 sogar auf 5 Milliarden Euro gehofft. Bis Ende November haben die Finanzämter 557 Millionen Euro eingenommen.

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