Steuerfahndung
Auskunft über Grenzen hinweg

Der Bundesfinanzhof (BFH) hatte jetzt über einen Fall zu entscheiden, der zeigt, wie eng Finanzbeamte aus verschiedenen Ländern inzwischen kooperieren.

Die Tochter eines Unternehmers war 1989 zum Studium in die USA gezogen. Hinterher blieb sie gleich da und heiratete einen Amerikaner, verdiente aber weiterhin Geld in der Heimat: Vom Vermögen, das ihr Vater ihr übertragen hatte, lieh sie dessen Firma Geld und kassierte ab 1993 pro Jahr rund 150 000 Euro Zinsen.

Da sie in Deutschland keine Steuern zahlte, hakte das Finanzamt nach - woraufhin sie versicherte, sie sei in den USA steuerpflichtig und habe die Zinsen dort seit 1995 versteuert. Vorher sei sie als Studentin steuerbefreit gewesen. Die Beamten zweifelten und kündigten an, die US-Kollegen zu informieren.

Der BFH bremste sie allerdings: Sie dürften den Amerikanern nur die Zinsen von 1993 und 1994 mitteilen (I B 30/07). Ob die Frau damals wirklich steuerbefreit war, sei dann in den USA zu prüfen. Ab 1995 habe sie dort aber nachweislich Steuererklärungen mit Angaben zu Zinsen abgegeben. Somit seien die Amerikaner nicht auf deutsche Hilfe angewiesen.

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