Steuern sparen So kommen Sie beim Ferienjob am Fiskus vorbei

Wer die Schulbank in den Ferien gegen einen Aushilfsjob tauscht, muss auf sein Gehalt häufig keine Steuern und Sozialabgaben zahlen. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Schüler und Studenten sich aber gut informieren.
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Egal ob Schüler oder Student, wer einen Aushilfsjob annimmt, muss sich auch um die Steuern kümmern. Quelle: picture-alliance

Egal ob Schüler oder Student, wer einen Aushilfsjob annimmt, muss sich auch um die Steuern kümmern.

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DüsseldorfEin Computer, eine Reise, der Führerschein - Jugendliche haben meist viele Wünsche. Und wie schön ist es doch, endlich einmal sagen können: Das habe ich von meinem eigenen Geld bezahlt, dafür habe ich selbst gearbeitet. Der Ferienjob bietet die ideale Gelegenheit, um Geld zu verdienen und gleichzeitig ins Berufsleben hineinzuschnuppern.

Doch wer in die Arbeitswelt eintritt, wird schnell merken: Sobald man Geld verdient, ist auch schon jemand da, der einen Anteil davon abhaben möchte. Wer glaubt, dass auf ein paar hundert Euro ja sowieso keine Steuern bezahlt werden müssen und sich deshalb um nichts kümmert, macht einen Fehler.

Die Zeit für einen Ferienjob ist günstig: „Dank des wirtschaftlichen Aufschwungs gibt es in diesem Jahr wieder ein größeres Angebot an Ferienjobs“, sagt Ilona Mirtschin von der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg. Von der Euro-Krise sei am Arbeitsmarkt noch kaum etwas zu spüren. Allerdings gibt es regionale Unterschiede. „In Bayern und Baden-Württemberg brummt die Wirtschaft, deshalb ist dort die Nachfrage nach Urlaubsvertretungen und Aushilfen besonders groß.“

Um eine der Stellen zu bekommen, müssen die Jugendlichen aber schon vorher Initiative zeigen oder Kontakte haben, denn nur wenige Jobangebote werden bei den Arbeitsagenturen gemeldet. „Der typische Weg zu einem Ferienjob ist immer noch der Kontakt über Verwandte und Bekannte oder das Klinkenputzen – einfach mal bei den Unternehmen vor Ort nachfragen, ob die eine Aushilfe gebrauchen können“, empfiehlt Mirtschin.

Damit die Aushilfsjobber nicht vom Finanzamt oder der Sozialversicherung geschröpft werden, müssen sie bestimmte Arbeitszeit- und Gehaltsgrenzen einhalten. Wer maximal 50 Tage pro Jahr oder bei einer fünf-Tage-Woche maximal zwei Monate am Stück arbeitet, muss keine Beiträge in die Sozialversicherung zahlen. „Wie viel man in der Zeit verdient, spielt für die Sozialversicherung keine Rolle“, sagt Anita Käding, Steuerexpertin beim Bund der Steuerzahler.

Auch Steuern werden wohl die wenigsten Ferienjobber zahlen müssen. „Erst ab einem Bruttoverdienst von rund 900 Euro monatlich werden Lohnsteuern fällig“, sagt Käding. Denn ein jährliches Einkommen von 8.004 Euro ist immer steuerfrei und dazu kommen noch der Arbeitnehmerpauschbetrag von 1000 Euro sowie Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung. Dadurch sind Einnahmen bis zu 11.000 Euro in der Regel steuerfrei.

Die Lohnsteuerkarte ist am günstigsten
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