Steuern und Recht: Wenn das Erbe teuer wird

Steuern und Recht
Wenn das Erbe teuer wird

„Alles verlebt und nichts verschenkt, das ist das beste Testament“, rät der Volksmund. Leider befolgen die wenigsten diesen Rat. Die Folge sind endlose Streitigkeiten. Wer erbt und wer beim Nachlass draufzahlen muss.
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„Niemand kennt einen Menschen, bevor er nicht ein Erbe mit ihm geteilt hat“, lautet eine alte juristische Weisheit. Sie hat bis heute nicht von ihrer Gültigkeit eingebüßt. Im Gegenteil. Die Sprichwörtlich lachenden Erben findet man in Deutschland immer seltener.

Jüngster Beleg für diese These ist die Geschichte einer  jungen Frau aus Nürnberg. Sie musste sich, um ihre Rechte zu wahren, bis zum Bundesgerichtshof (BGH) durchklagen. Grund: Der Vermieter ihres verstorbenen Vaters  hatte sie – als Erbin – wegen dessen Mietschulden  zur Kasse bitten wollen. Nach jahrelangen Auseinandersetzungen entschieden die Richter am Dienstag zwar zu Gunsten der Hinterbliebenen (BGH Az: VIII ZR 6/12). Doch den Ärger und die Zeit, die sie in die Auseinandersetzung investieren musste, ersetzt ihr niemand mehr.

Einziger Trost: Sie ist mit ihrem Schicksal nicht allein. 

Lesen Sie den vollständigen Text und viele weitere Artikel zum Thema in unserem Dossier „So gibt es keinen Streit ums Erbe“.

Kommentare zu " Steuern und Recht: Wenn das Erbe teuer wird"

Alle Kommentare
  • Es geht diesen gierigen Staat einen Dreck an, wieviel ich von meinem sauer erarbeiteten und viel zu hoch versteuertem Ersparten meinen Kindern schenke. Der Staat verschenkt es ja auch weiter; an Griechen, Spanier usw.

  • Eben bin ich mal wieder auf den Typ getroffen der versucht hat mich durch erwürgen / umzubringen als ich auf sein klingeln hin die Wohnungstür öffnete!

    Datum: 01. Februar 2013 Uhrzeit 15:46 uhr

    http://www.openstreetmap.org/?lat=50.11381&lon=8.70005&zoom=17&layers=M

    http://central.banktunnel.eu/20130201-1546-Kennzeichen-FB-KM-106-Wuerger-Hoelderlin-Ecke-Hanauer-Land-60316-Franfurt-aM.jpg

    http://central.banktunnel.eu/20130201-1546-Kennzeichen-FB-KM-106-Wuerger-Hoelderlin-Ecke-Hanauer-Land-60316-Franfurt-aM.MORDVERSUCH-WUERGER.jpg

  • Vielen Dank liebe Foristen für die Erklärungen!

    Videotestament: kann ich ja auch fälschen. Einfach das Video der letzten Familienfeier mit anderem Text synchronisieren. Und fertig ist. Ist mit Computer und SW eine Sache von wenigen Stunden...

  • An sich ist der Beitrag von der HB sehr gut --- aber nur theoretisch nach dem Gesetz. In der Praxis kann der Pflichtteilsempfänger seine Rechte kaum ausschöpfen.
    Vermögende horten Bargeld in großen Mengen zu Hause oder anderswo. Der PF. ist auf die Auskünfte des Erben angewiesen, selbst eine eidesstattliche Erklärung muss nicht der Wahrheit entsprechen, da der PF. kein Recht hat selbst in das Vermögen Einblick zu bekommen und damit die Erklärung zu überprüfen.
    Bei Gericht wird stets ein Vergleich angestrebt.
    PF.-Ansprüche sind sofort fällig! Vergessen Sie nicht die angefallenen Zinsen. Diese werden bewusst unter dem Tisch gehalten.

  • Jeder der bei Sinnen ist, sollte festlegen, wer was erbt. Die Handschrift belegt, daß er noch ganz bei Sinnen ist.

  • Warum ist ein auf dem Computer / Schreibmaschine erstelltes Testament unwirksam?

    Weil man dann jemandem was zum Unterschreiben vorlegen kann !
    macht also schon Sinn finde ich.
    Was ich allerdings nicht verstehe warum ein Video-Testament nciht gültig ist ...

  • Warum ist ein auf dem Computer / Schreibmaschine erstelltes Testament unwirksam? Klingt ja auf dem ersten Blick nach einer vollkommen veralteten Auffassung.

    Wäre schön zu erfahren - gleichsam fehlt dem Artikel eine steuerliche Betrachtung der Erbschaft. So ist es zwar ein guter Ansatz - aber leider nur halb fertig.

  • Kleine, aber wichtige Ergänzung: Ein handschriftliches Testament muß auch ein Datum tragen, um wirksam zu sein. Wie soll es sonst eingereiht werden, wenn mehrere Testamente auftauchen. Gerade diejenigen, die handschriftliche Testamente verfassen, tun dies oft in Serie, z.B. ein neues vor jeder Reise (meine Tante!).
    Ein Notar datiert seine Urkunde ex officio.

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