Steuern: Wie sicher Schwarzgelder in der Schweiz sind

Steuern
Wie sicher Schwarzgelder in der Schweiz sind

Deutsche Fahnder machen wieder Jagd auf Steuersünder. Doch Insider bestätigen, dass die anonymen Geldanlageformen in der Schweiz auch heute noch kaum auffindbar sind. Können sich Hinterzieher wirklich sicher fühlen?
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Steuersünder schlafen wieder schlecht. Am Montag sind mehr als 50 Fahnder zu Razzien ausgeschwärmt. Diesmal nahmen sie Kunden der Schweizer UBS ins Visier. Die Press hatte vorher einen Tipp erhalten. Die Bild-Zeitung berichtete in großen Lettern, dass gleich sechs Fahnder das Privathaus des Düsseldorfer Modehändlers Albert Eickhoff aufsuchten: „Im Bademantel öffnet der ältere Herr die Tür“.

Schon seit längeren erhöhen die Behörden den Druck auf Steuersünder mit Depot in der Schweiz. Das Finanzministerium in Düsseldorf hat in den vergangenen beiden Jahren insgesamt sechs Daten-CDs aus der Schweiz erworben. Steuer-Verfahren und Selbstanzeigen spülten dem Fiskus seitdem mehr als drei Milliarden Euro in die Kassen. Die Behörden haben angeblich Daten von 7.000 Anlegern darunter Kunden von UBS, Julius Bär und Credit Suisse. Doch wie hoch ist die Gefahr als Steuerhinterzieher in der Schweiz tatsächlich aufzufliegen? Und sind andere vermeintliche Steuerparadies wirklich sicherer?

Deutsche Steuermuffel sind längst dabei, ihr Geld von der Schweiz in die Ferne schwinden zu lassen, wie zum Beispiel nach Singapur. Doch auch in Fernost besteht die Gefahr aufzufliegen. Denn Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble will laut Medienberichten Steuersünder auch in Singapur verfolgen. Er plant mit Singapurs Regierung ein neues Auskunftsabkommen. Kein Wunder: Laut Experten soll es sich um hohe Milliardenbeträge handeln, die da von der Schweiz in den asiatischen Staat fließen.

Solche Transaktionen könnten ein Fehler sein. Denn unter Umständen ist das Geld in der Schweiz viel sicherer als nervöse Steuersünder meinen. Eidgenössische Vermögensverwalter erklären zumindest hinter vorgehaltener Hand, dass Nummernkonten, Stiftungen und Trusts auch jetzt kaum ins Visier der deutschen Steuerfahnder geraten.

Auf den CDs würden im Falle eines Falles nur Nummern oder Stiftungsnamen auftauchen, die dann nicht weiter zugeordnet werden können. Die Namen der dahinter steckenden Anleger, könnten eigentlich kaum enttarnt werden, es sei denn, Bankmitarbeiter wenden hohe kriminelle Energie auf und stellen ein entsprechendes Datenmaterial zusammen, das sie dann an deutsche Fahnder verkaufen.

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Nummernkonto in der Werbung

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Viel Wind um nichts?

Kommentare zu " Steuern: Wie sicher Schwarzgelder in der Schweiz sind"

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  • Say the truth liegt meines Erachtens bei einigen Argumentationen gar nicht so verkehrt und daneben.

    Die relativ heftigen Reaktionen bezüglich ihm und seinen Begründungen, deuten meines Erachtens auch darauf hin.

    Schönen Abend

  • Für mich ist es erstaunlich wie unterschiedlich Steuerhinterzieher und Steuerveruntreuer beurteilt werden.

    Mag sein, dass der Steuerhinterzieher moralisch (rechtlich ja sowieso) verwerflich handelt, weil er von seinem erwirtschafteten Einkommen nicht den nach den Gesetzen vorgeschriebenen Anteil an Steuern an den Staat abführt. Nur was ist mit den Steuerveruntreuern? Begehen diese nicht ein größeres Übel, weil sie die (fremden) Steuern verschwenden, die sie selbst nicht erwirtschaftet haben? Und wer belangt endlich diese Steuerveruntreuer?
    Im Gegenteil: kann man nicht sogar Verständnis für die Steuerhinterzieher aufbringen, wenn man sieht, dass der Staat mit Geld nicht umgehen kann. Wer (außer natürlich den Gutmenschen) gibt jemandem schon freiwillig Geld, wovon man (die Bürger) außer Schulden mit entsprechenden Zinsbelastungen nichts haben?
    Und im Übrigen gibt es wohl kaum jemanden, der keine Steuern hinterzieht oder rundet jeder z.B. die Kilometeranzahl für Fahrten Wohnung/Arbeitsstätte ab?





  • Wenn es sich nur um den Zehnten handeln würde, wäre ja kein Problem....
    Allerdings vergessen sie, das die Steuerlasten höher als 50% sind, eben weil Gewerbesteuern und Körperschaftssteuern hinzukommen. Letztlich wird mit der Einkommensteuer ja nur das besteuert, was an den Unternehmer ausgezahlt wird und das wird durch die genannten Steuern schon gemindert.

    sie haben aber nicht nur Unrecht, in der Tat zahlen manche zu wenig Steuern. Dem ist aber mit der Strafverfolgung nicht sinnvoll beizukommen und trifft durchaus nicht zielsicher die Richtigen.
    Hinterziehung ist ein Symptom die Krankheit liegt in den Entartungen des Steuersystems die letztlich Substanzbesteuerung verursachen. Im Gegensatz zu den Steuerflüchtlingen sind nur die meisten Bürger ohnmächtig sich dem zu entziehen.
    Es wird aber deshalb nicht gerechter, wenn man alle zu diesem Unrecht verurteilt. sondern letztlich werden wir alle nur noch ärmer, weil dieses Geld dann ebenfalls in den Schmarotzerkreislauf fließt und damit seinen wirtschaftlichen Verfielfältigungsfaktor zusätzlich senkt.

    H.

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