Steuerstrategien
Wichtige Steueränderungen

Selbst Steuerrechtsexperten fällt es schwer, bei der Vielzahl der Änderungen den Überblick zu behalten.

Um diese Reformen geht es:

- "Gesetz zur steuerlichen Förderung von Wachstum und Beschäftigung" vom 26. April 2006,
- "Gesetz zur Eindämmung missbräuchlicher Steuergestaltungen" vom 28. April 2006,
- "Haushaltsbegleitgesetz 2006" vom 29. Juni 2006,
- "Steueränderungsgesetz 2007" vom 19. Juli 2006
- "Erstes Gesetz zum Abbau bürokratischer Hemmnisse insbesondere in der mittelständischen Wirtschaft" vom 25. August 2006

Gemeinsam ist allen Gesetzgebungsvorhaben , dass sie die steuerliche Belastung vieler Bürger nochmals deutlich erhöhen. Wohlweislich hat der Gesetzgeber deshalb auf die in der Vergangenheit ansonsten so beliebte Bezeichnung "Steuersenkungsgesetz" verzichtet.

Übersicht über Änderungen, die zum 1. Januar 2007 in Kraft treten

Hier eine Übersicht über die wichtigsten in 2006 verkündeten Änderungen, die - sofern nicht anders angegeben - überwiegend zum 1. Januar 2007 in Kraft treten:

- Befristete Anhebung der degressiven Abschreibungen für Abnutzung (AfA) für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die nach dem 31. Dezember 2005 und vor dem 1. Januar 2008 angeschafft oder hergestellt werden auf das dreifache des linearen AfA-Satzes, höchstens jedoch dreißig Prozent (§ 7 Abs. 2 EStG).

- Anhebung der Buchführungspflichtgrenze von 350.000 Euro auf 500.000 Euro (§ 141 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 AO). Unterhalb dieser Grenzen brauchen nicht im Handelsregister eingetragene Unternehmen dem Finanzamt statt einer Bilanz lediglich eine Einnahmenüberschussrechnung nach § 4 Absatz 3 Einkommensteuergesetz (EStG) vorlegen.

- Rückwirkend zum 1. Januar 2006 wurde die pauschale Nutzungswertbesteuerung anhand der "Ein-Prozent-Regel" durch den Unternehmer auf Fahrzeuge beschränkt, die zu mehr als fünfzig Prozent betrieblich genutzt werden (so genanntes notwendiges Betriebsvermögen).

- Aufwendungen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte dürfen nicht mehr als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abgezogen werden (Werkstorprinzip). Fernpendlern wird jedoch - bis auf weiteres - die Entfernungspauschale von 0,30 Euro ab dem 21. Entfernungskilometer zugestanden.

- Ab dem Veranlagungszeitraum 2006 wird die seit April 2003 gewährte Einkommensteuerermäßigung für die Inanspruchnahme haushaltsnaher Dienstleistungen auf Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen bis höchstens 600 Euro erweitert. Für Pflege- und Betreuungsleistungen gilt ein Höchstbetrag von 1.200 Euro (§ 35a EStG).

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