Steuervorteil: Lukrative Weihnachtsgeschenke vom Chef

Steuervorteil
Lukrative Weihnachtsgeschenke vom Chef

Über das Weihnachtsgeld freuen sich nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch der Fiskus. Denn die Sonderzahlung muss voll versteuert werden. Wer Anspruch auf dieses Extra hat und warum sich auch andere Geschenke lohnen.
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DüsseldorfEigentlich ist so eine Sonderzahlung wie das Weihnachtsgeld ja etwas Schönes. Und nach einer aktuellen Umfrage des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung darf sich darauf dieses Jahr mehr als jeder Zweite Arbeitnehmer in Deutschland freuen. Dumm nur, dass sich dadurch im Monat der Überweisung der Steuersatz erhöht.

„Bei einer Weihnachtssonderzahlung lässt sich die Steuerpflicht nicht umgehen“, sagt Anita Käding vom Bund der Steuerzahler. Ärgern müssen sich Arbeitnehmer dennoch nicht. „Wer in einem Monat zu viel Steuern zahlt, kann sich das Geld mit der Einkommensteuererklärung im folgenden Jahr wieder zurückholen.“ Das ist zwar ein bisschen Aufwand, doch die meisten Arbeitnehmer können – auch unabhängig vom Weihnachtsgeld – mit der Steuererklärung profitieren.

Wer die Steuern umgehen will, kann anstelle des Weihnachtsgelds auch andere Extras mit dem Chef vereinbaren. „Eine gute Alternative sind geldwerte Vorteile wie Gutscheine, Dienstwagen oder ein Fahrtkostenzuschuss“, sagt Markus Deutsch vom Neuen Verband der Lohnsteuerhilfevereine (NVL). Auch ein Darlehen von bis zu 2.600 Euro pro Jahr kann der Chef zinsgünstig oder zinslos gewähren, ohne dass der Angestellte dafür Steuern und Sozialabgaben zahlen muss.

Beliebt sind auch Zuschüsse zur Kinderbetreuung und Essensgutscheine oder Restaurantschecks. Wenn der Arbeitnehmer so täglich einen Zuschuss zum Mittagessen in Höhe von maximal 3,10 Euro nutzt, kommt aufs Jahr gesehen schon einiges zusammen.

Zudem können Angestellte in Modegeschäften oder einem Supermarkt von Mitarbeiterrabatten profitieren. Pro Jahr dürfen sie einen Vorteil von bis zu 1.080 Euro einstreichen ohne darauf Steuern oder Sozialabgaben zahlen zu müssen. „Die geldwerten Vorteile können miteinander kombiniert werden“, sagt der Berliner Steuerberater Deutsch. Arbeitnehmer müssen sich also nicht zwischen der einen oder anderen Leistung entscheiden.

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