Streitfall
Finanzhof großzügig bei Dienstreisen

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat jetzt den Bereich der steuerlich voll absetzbaren Dienstreisen gegenüber dem der nur begrenzt abzugsfähigen Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte erweitert.

HB MÜNCHEN. Es ging um einen Fall, in dem angestellte Architekten neben ihrer Tätigkeit im Hauptbüro als Bauleiter Baustellen aufsuchten. Der Arbeitgeber erstattete ihnen die Fahrtkosten mit 0,42 DM pro Kilometer. Das Finanzamt beanstandete diese Praxis, sofern sie Fahrten betraf, die mehr als drei Monate nach dem erstmaligen Aufsuchen der Baustelle durchgeführt worden waren. Es vertrat die Auffassung, dass für diese Fahrten die niedrigeren Sätze für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte anzuwenden seien.

Der BFH folgte dem nicht. Zwar war er bisher - ebenso wie die Finanzverwaltung - der Meinung, dass bei einer längeren Auswärtstätigkeit der auswärtige Ort nach drei Monaten zur regelmäßigen Arbeitsstätte wird. Hieran hält er aber für den Fall nicht mehr fest, dass die auswärtige Tätigkeit von untergeordneter Bedeutung ist. Dies hielt der BFH im Streitfall für möglich und verwies die Sache an das Finanzgericht zurück.

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