Studie
Milliardenlasten durch Finanztransaktionssteuer

Durch die geplante Finanztransaktionssteuer müssen Privatanleger und Unternehmer in Deutschland mit Milliardenkosten rechnen. Die Steuer auf Banken- und Börsengeschäfte wird so zu einer schweren Last für die Anleger.
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FrankfurtPrivatanlegern und Unternehmen in Deutschland drohen einer Studie zufolge Milliardenkosten durch die geplante Finanztransaktionssteuer. Die Auswirkungen summierten sich auf jährlich 5,0 Milliarden bis 7,3 Milliarden Euro - so das Ergebnis der Studie, die das Deutsche Aktieninstitut (DAI) und die Managementberatung Oliver Wyman am Donnerstag in Frankfurt vorlegten.

Alleine Privatanleger müssten demnach jährlich 2,6 Milliarden bis 3,6 Milliarden Euro schultern, weil die Steuer unmittelbar fast alle Altersvorsorge-Produkte betreffe: Aktien, Anleihen, Investmentfonds, Lebensversicherungen. Ein durchschnittlicher Riester-Fondssparer müsste den Berechnungen zufolge auf gut zehn Prozent dieser staatlich geförderten Rente verzichten.

Die Steuer sei gut gemeint, aber schlecht umgesetzt, kritisierte DAI-Präsident und Bayer-Finanzvorstand Werner Baumann. „Die Finanztransaktionssteuer ist und bleibt ein politischer Irrweg. Privatanleger und Unternehmen werden sie letztlich tragen müssen.“

Mit der Steuer auf Banken- und Börsengeschäfte will die Politik Zocker und Spekulanten abschrecken. In Europa unterstützen elf Länder die Initiative, allen voran Deutschland und Frankreich. Angestrebt ist eine Einführung der Steuer zum 1. Januar 2014.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Studie: Milliardenlasten durch Finanztransaktionssteuer"

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  • ...uhhh es drückt mir die Tränen in die Augen ...

  • Nimmt es nie ein Ende? Mich ärgert ja weniger, dass Interessengruppen der Finanzindustrie immer wieder mit Auftragsgutachten 'belegen', dass die Finanztransaktionssteuer der Untergang des westlichen Wirtschaftssystems ist. Ärgern tut mich, dass die Medien es unkritisch übernehmen und ohne Gegenmeinung abdrucken

  • Blablabla! Und welche Milliardenlasten hat Schröders Niedriglohnpolitik Arbeitnehmern, Rentnern und Sozialleistungsempfängern aufgebürdet? Nicht zufällig steigende Sozialbeiträge, steigende indirekte Steuern und Kürzungen im Sozialbereich?

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