Teilweise private Nutzung ist bereits schädlich
Nicht jeder Skilehrer kann Skier absetzen

Teure Carving-Ski und einen noch kostspieligeren Skianzug hat jetzt ein Sportlehrer an einer Realschule bei der Einkommensteuer geltend machen wollen, weil er entsprechende Kurse im Unterricht gibt.

HB/li DÜSSELDORF. Das Finanzgericht München stellte jedoch klar: Das ist nur dann möglich, wenn nachgewiesen wird, dass die Ausrüstung ausschließlich beruflich genutzt wird. Hieran scheiterte die Klage.

Der Kläger hatte die Kosten für die Anschaffung von Carving-Ski im Wert von 536 Euro und eines Skilehreranzugs im Wert von 843 Euro anteilig und weiterer Teile einer Skiausrüstung als Berufskleidung absetzen wollen. Er legte deshalb eine Bescheinigung seines Arbeitgebers vor, dass er im Rahmen eines Skilagers und des "Differenzierten Sportunterrichts Ski alpin" Carving-Unterricht erteilte. Zudem besitze er für das alpine Skifahren noch eine komplette zweite Skiausrüstung für nichtberufliche Zwecke.

Dies allein überzeugte Finanzamt und Finanzgericht aber noch nicht: Grundsätzlich komme es bei Aufwendungen für Kleidung und sonstige Ausrüstung darauf an, deren ausschließliche berufliche Nutzung nachzuweisen, damit diese als Werbungskosten abziehbar seien. Denn schon eine teilweise private Benutzung sei wegen des steuerlichen Verbots der Aufteilung in privaten und beruflichen Bereich insgesamt schädlich. Die Sportausrüstung eines Sportlehrers könne allenfalls dann abgesetzt werden, wenn die private Benutzung von ganz untergeordneter Bedeutung sei. Hiervon war das Gericht auch deshalb nicht überzeugt, weil der Kläger im Verfahren von sich aus eine private 10-prozentige Nutzung der Ski ins Spiel gebracht hatte.

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