Tool der Woche
Wenn günstiger Strom plötzlich teuer wird

Im kommenden Jahr steigt nicht nur die Umlage für erneuerbare Energien, sondern auch die Netzentgelte für Strom. Vielen Stromkunden beschert das steigende Preise. Ein Tool zeigt, wo Sie noch günstige Tarife finden.
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FrankfurtGeht es um Strompreise, gehört Deutschland in der EU zur absoluten Oberklasse. Mit rund 29 Cent je Kilowattstunde Strom werden die hiesigen Preise nur noch von Dänemark übertroffen, die noch einen Cent mehr je Kilowattstunden berappen müssen.

Der Trend kennt bei den Stromanbietern seit der Jahrtausende mit wenigen Ausnahmen nur eine Richtung: die nach oben. Einige Anbieter geben für das kommende Jahr schon den Takt vor: 172 der über 900 Grundversorger in Deutschland haben für 2017 bereits Preiserhöhungen angekündigt – und viele Verbraucher werden tiefer ins Portmonee greifen müssen.

Ihnen stehen bislang nur elf Anbieter gegenüber, die ihre Kosten senken wollen. Das geht aus einer Untersuchung des Vergleichsportals Check24 hervor. „Bislang hat also etwa jeder fünfte Stromgrundversorger Preiserhöhungen für das kommende Jahr angekündigt, sagt Oliver Bohr, Geschäftsführer Energie bei Check24. „Preisanpassungen weiterer Versorger sind wahrscheinlich.“ Ähnlich äußert sich Martin Brandis, Energieexperte beim Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). „Wenn die Änderungen zum neuen Jahr greifen sollen, kann es gut sein, dass viele Kunden in den nächsten Tagen noch Post bekommen.“ Steigt der Preis, müssen Grundversorger dies sechs Wochen vorher ankündigen.

Stromkunden müssen steigende Preise allerdings nicht tatenlos hinnehmen: Es gilt ein Sonderkündigungsrecht. Der einfachste Weg, die Mehrausgaben zu umgehen, ist, den Stromanbieter zu wechseln. Welcher Tarif für Sie passt, können Sie etwa mithilfe dieses Tools herausfinden.

Die Beweggründe sind von Anbieter zu Anbieter zwar verschieden. Zwei Hauptursachen dürften jedoch Umlagen und Abgaben sein. So steigt etwa ab Januar die Umlage für Erneuerbare Energien von 6,35 auf 6,88 Cent je Kilowattstunde. Einen Vierpersonenhaushalt mit einem Durchschnittsverbrauch von 5000 Kilowattstunden wird das etwa 26 Euro mehr kosten. Zugegeben: Das wird auf Jahressicht wohl kaum eine Familie in die Privatinsolvenz treiben.

Doch die steigende EEG-Umlage ist nicht der einzige Aufschlag. In vielen Regionen verteuern sich zudem die Netzentgelte, die immerhin ein Viertel der Strompreise ausmachen. Am stärksten legen Sie in Frankfurt zu – um 79 Euro auf 446 Euro. Teurer sind die Netzkosten nur in Leipzig (450 Euro) und Dresden (464 Euro). Den Daten von Check24 zufolge steigen die Stromnetzentgelte im Osten Deutschlands (18 Prozent) durchschnittlich deutlich stärker als im Westen (acht Prozent)

Das Vergleichsportal weist – nicht unbedingt uneigennützig – auf das Sparpotenzial bei einem Anbieterwechsel hin. Für einen Familienhaushalt mit einem Durchschnittsverbrauch von 5000 Kilowattstunden lag die mögliche Ersparnis im Jahr 2010 noch bei 143 Euro. Heute seien schon 333 Euro drin, geht aus der Untersuchung hervor. Das sei nicht zuletzt zahlreichen alternativen Stromanbietern zu verdanken, die traditionellen Grundversorgern wie Stadtwerken Konkurrenz machen.

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  • Jammern hilft nicht, man muss einfach nur jedes Jahr wechseln!
    Hier gibt es sogar jemand, der es automatisch macht:
    www.wechselpilot.com
    Ich hab mich schon angemeldet!

  • Danke Siggi!
    Nächstes Mal wähle ich KEINE SPD mehr!
    PS: Oft den Stromanbieter wechseln treibt den Schufascore in den Keller....

  • Kapiert es endlich!!!
    Wir sind nur deren Zins-, Schuft- und Zahlknechte, die wollen keine gerechte Verteilung des erarbeiteten Wohlstandes, ansonsten würden sie eine völlig andere Sozial- und Wirtschaftspolitik betreiben.
    Alle 4 Jahre dürfen wir ein Kreuzchen machen und den „Lockführer“ auswechseln, aber ansonsten nichts neues im Westen, der Zug fährt immer weiter, ohne dass sich jemand traut, die Notbremse zu ziehen.

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