Trostpflaster für Anleger
Windreich-Chef will Anleihezins auszahlen

Die Anleihe des Windparkentwicklers Windreich war nach Durchsuchungen der Staatsanwaltschaft massiv unter Druck geraten. Nun versucht Unternehmens-Chef Balz die Wogen zu glätten. Er will fällige Zinsen auszahlen.
  • 9

Die Anleger des unter Druck geratenen Windparkentwicklers Windreich können offenbar vorerst aufatmen: Die Anfang dieser Woche fälligen Zinsen für die Windpark-Anleihe will der Mittelständler nach eigenen Angaben auszahlen. Das sagte Windreich-Chef Willi Balz Handelsblatt Online (Sonntag).

Das Unternehmen hat zwei Anleihen über die Stuttgarter Börse verkauft, die mit 6,5 Prozent pro Jahr verzinst werden sollen. Nach Durchsuchungen der Staatsanwaltschaft bei Windreich im März war die Anleihe massiv unter Druck geraten und notierte zeitweise nur noch bei einem Viertel ihres Ausgabewerts. Die Ermittler gehen dem Verdacht der Bilanzmanipulation bei Windreich nach. Unternehmenschef Willi Balz sagte jetzt in einem Gespräch mit Handelsblatt Online: "Ich habe die Zinszahlungen im Griff." Die Anleihe hat inzwischen einen Teil ihrer Verluste wieder wettgemacht.

Windreich besitzt etwa ein Drittel der verfügbaren Flächen für den Bau von Windrädern in der Nord- und Ostsee. Seit Mai fließen die ersten Einnahmen in Millionenhöhe aus einem von Windreich entwickelten Windpark vor der Küste von Cuxhaven. Diese Einnahmen sowie Erlöse aus dem Verkauf von Windkraftanlagen in Süddeutschland und Geld von ausländische Investoren kann Balz nutzen, um die Zinsen zu zahlen.

Oliver Stock
Oliver Stock
Handelsblatt / Stellvertretender Chefredakteur

Kommentare zu " Trostpflaster für Anleger: Windreich-Chef will Anleihezins auszahlen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Anmerkung an die Redaktion:
    Vor Cuxhavens Küste gibt es keinen Windpark, aus dem Windreich erste Einnahmen generieren könnte.
    Wenn Sie nicht wissen wo sich die Windparks befinden, schreiben Sie doch einfach: "vor der deutschen Nordsee-Ostsee-Küste.
    So ist es doch journalistischer brauch: Wenn man keine genauen Zahlen kennt, schreibt man "immer mehr deutsche"; da kan man nichts falsch machen;-)

  • andre: "Was da abgeht, ist Insolvenzverschleppung."

    könnten sie das mal mit harten fakten belegen, bitte!

  • Die neuesten Kernkraftwerke sind ein Milliardengrab. Wer meint, es könnte mit dieser nicht nachhaltigen Technik den Standort Deutschland langfristig attraktiv machen, sollte zu den teuren Baukosten auch Kosten für die Endlagerfrage und den Rückbau bzw. eine über Jahrhunderte dauerhafte Versiegelung addieren. Im Übrigen die Abkürzung BRD hat nie offizielle existiert, es geht aber offenbar um die Bundesrepublik Deutschland. Der liebe Andre hängt bisweilen wohl an alten Sachen…

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%