Steuern
Umsatzsteuer Finanzgerichtsordnung

BFH-Beschluss v. 8.4.2005 - V B 123/03



FGO § 115 Abs. 2 Nr. 1 und Nr. 2; UStG 1999 § 18 Abs. 9 Satz 3 EG Art. 12; Achte Richtlinie 79/1072/EWG Art. 7 Abs. 1 Satz 4; Dreizehnte Richtlinie 86/560/EWG Art. 3 Abs. 2; OECD-MA 1992 Art. 24; DBA-USA Art. 24 Abs. 1

1. Die Vorschrift des § 18 Abs. 9 Satz 3 UStG 1999 entspricht den zwingenden Vorgaben des Art. 3 Abs. 2 der Dreizehnten Richtlinie 86/560/EWG i. V. mit Art. 7 Abs. 1 Satz 4 der Achten Richtlinie 79/1072/EWG.

2. Die Antragsfrist von sechs Monaten verstößt weder gegen das Verbot der Diskriminierung aus Gründen der Staatsangehörigkeit gem. Art. 12 EG noch gegen den gemeinschaftsrechtlichen Grundsatz der Verhältnismäßigkeit.

3. Da - jedenfalls in Deutschland - alle vom Vorsteuer-Vergütungsverfahren betroffenen Unternehmer, was die Antragsfrist des § 18 Abs. 9 Satz 3 UStG 1999, Art. 7 Abs. 1 Satz 4 der Achten Richtlinie 79/1072/EWG anbetrifft, gleich behandelt werden, ist ein Verstoß gegen das Diskriminierungsverbot nicht ersichtlich.

4. Der Umstand, dass im Inland nichtansässige Personen aus praktischen Erwägungen in einem anderen Verfahren besteuert werden als hier ansässige Personen, ist keine unzulässige Diskriminierung i. S. des Art. 24 OECD-MA 1992, Art. 24 Abs. 1 DBA-USA.

(BFH-Beschluss vom 8.4.2005 - V B 123/03)

DATEV LEXinform-Nr. 5000122



Quelle: DER BETRIEB, 28.05.2005

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