Umstellung auf internationale Rechnungslegung hat Haken – Prüfer raten: Auf abgespeckte Version warten
IFRS – nur begrenzt mittelstandstauglich

Die Vorteile liegen eigentlich auf der Hand: Wenn Unternehmen ihre Rechnungslegung auf die neuen internationalen Standards IAS/IFRS umstellen, gewinnen sie bares Geld.

DÜSSELDORF. Wenden sie die International Accounting Standards (IAS) an, die mittlerweile in International Financial Reporting Standards (IFRS) umbenannt wurden, weisen ihre Bilanzen in vielen Fällen mehr Eigenkapital aus - das kann zu einem verbesserten Bankenrating und besseren Zinskonditionen führen. Zudem werden die Abschlüsse mit denen ihrer internationalen Wettbewerber vergleichbar.

Allerdings warnen inzwischen selbst Wirtschaftsprüfer vor den hohen Kosten einer Umstellung. "Wenn Sie nicht müssen", sagt Dietrich Biermann von Dr. Dornbach & Partner, "warten Sie ab."

Bisher standen die Deutschen mit ihren vom Vorsichtsprinzip des Handelsgesetzbuchs (HGB) dominierten Zahlen oft schlechter da als die Konkurrenz. Entsprechend groß ist der Andrang der Firmen bei den Informationsveranstaltungen, die etwa PricewaterhouseCoopers zurzeit überall im Land veranstaltet. Zwar müssen nach der EU-Verordnung 1606/2002 nur die kapitalmarktorientierten Unternehmen ab dem Jahr 2005 EU-weit ihre Konzernabschlüsse nach IAS aufstellen. Doch auch die übrigen mittelständischen Firmen zeigten großes Interesse, sagt PwC-Vorstand Norbert Winkeljohann.

Die Umstellung hat aber auch Haken: So ist die Buchführung teilweise komplett zu ändern, sämtliche Bilanzpositionen sind auf Steuereffekte zu untersuchen, Mitarbeiter müssen geschult und in die veränderte Software eingearbeitet werden. "Die Anpassung einer bisher nach HGB geführten Buchführung an die IFRS geht nicht auf Knopfdruck", sagt Claudia Specht, Referentin bei Datev, einem der größten Software-Anbieter der Steuerberater- und Wirtschaftsprüferbranche.

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