Unterhalt
Abzugsbetrag komplett aufgezehrt

Mietzuschüsse zählen zu Einkünften von Wehrpflichtigen. Diese erreichen dann womöglich ein Einkommen, dessen Bezuschussung die Eltern dann nicht mehr absetzen können.

Als der Sohnemann zum Bund ging, zahlte ihm der Vater einen Zuschuss von monatlich 240 Euro. Während des Wehrdienstes summierte sich das auf 2 400 Euro, die Papa am Jahresende als "außergewöhnliche Belastung" von der Steuer absetzen wollte. Das ist erlaubt, weil Eltern von Zivis und Wehrdienstleistenden weder Kindergeld noch Kinderfreibetrag zusteht. Der Haken: Der Höchst- betrag liegt bei 7680 Euro im Jahr - und davon werden sämtliche Einkünfte des Sohns abgezogen, die über 624 Euro im Jahr hinausgehen.

Das führte in diesem Fall dazu, dass der Vater nichts mehr absetzen konnte. Der Bundesfinanzhof stellte klar: Zu den Einkünften des Sohnes zählt neben Sold und geldwerten Vorteilen wie Kantinenessen und Kasernenunterbringung auch der Mietzuschuss, den ihm der Bund für seine Wohnung zahlte (III B 43/05). Damit lag das Einkommen des Sohnes weit über der Grenze von 624 Euro, der Abzugsbetrag wurde komplett aufgezehrt.

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