Unterhalt
Teure Schnüffler

Immer wieder schalten Alimentezahler Detektive ein, wenn sie argwöhnen, dass der Ex-Partner wieder in "eheähnlicher Gemeinschaft" lebt. Spannend ist dabei auch die Frage, wer den Schnüffler bezahlt und ob die Ausgaben sogar steuerlich absetzbar sind.

Können Ermittler das neue Glück belegen, müssen frisch Verliebte oft nicht nur auf Unterhalt verzichten, sondern auch noch die Detektivrechnung zahlen. Allerdings brummen Familienrichter die Rechnung nur in eindeutigen Fällen dem ausspionierten Expartner auf. Bleibt der Auftraggeber auf seinen Ausgaben sitzen, darf er sie auch nicht von der Steuer absetzen, entschied jetzt das Finanzgericht Rheinland-Pfalz (3 K 1062/04).

Ein Mann wollte acht Jahre nach der Scheidung eine Detektivrechnung über 4 500 Euro als "außergewöhnliche Belastung" geltend machen. Doch die Finanzrichter lehnten ab: Das gehe nur, wenn Ausgaben zwangsläufig entstünden - was hier aber nicht der Fall sei. Schließlich seien sie nicht während des Scheidungsverfahrens, sondern erst im Rahmen einer Unterhaltsabänderungsklage angefallen, so die Richter.

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