Unzureichend auf Risiken von Swap-Geschäften hingewiesen
Deutsche Bank muss Stadt Hagen Schadenersatz zahlen

Die Deutsche Bank muss nach einem Gerichtsurteil der Stadt Hagen im Rechtstreit um Millionenverluste aus riskanten Zinsgeschäften Schadenersatz zahlen. Das Landgericht Wuppertal sprach am Mittwoch Hagen 994 000 Euro Plus Zinsen zu.

rtr WUPPERTAL. Die hoch verschuldete nordrhein-westfälische Kommune hatte dem Kreditinstitut vorgeworfen, nur unzureichend auf die Risiken der Swap-Geschäfte hingewiesen zu haben. Hagen hatte die Deutsche Bank Ende Januar auf Schadenersatz von 57 Mill. Euro verklagt.

Wegen der "Spread-Ladder-Swaps" liegen mehrere Kommunen und lokale Unternehmen im Rechtstreit mit der Deutschen Bank. Diese Derivate sind im Kern eine Wette auf den Abstand zwischen kurz- und langfristigen Zinsen. Erhöht er sich, profitiert der Käufer. Verringert sich die Differenz jedoch wie in den vergangenen Jahren, drohen dem Kunden Verluste.

Das Verfahren mit der Stadt Hagen ist mit einem Streitwert von mehr als 50 Mill. Euro das größte in dem Rechtsstreit, der letztlich vor dem Bundesgerichtshof (BGH) landen dürfte.

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