Verdeckte Gewinnausschüttung
15 000 Euro pro Monat sind zu viel

Ein unangemessen hohes Geschäftsführergehalt kann als eine verdeckte Gewinnausschüttung bewertet werden.

DÜSSELDORF. Gewährt sich der Geschäftsführer einer GmbH, deren alleiniger Gesellschafter er ist, bereits im ersten Jahr des Geschäftsbetriebs ein monatliches Gehalt von 15.000 Euro, so ist das nach Auffassung der Finanzbehörden unangemessen hoch und verbirgt eine verdeckte Gewinnausschüttung.

Diese darf den Gewinn des Unternehmens nicht mindern und wird daher mit Körperschafts- und Gewerbesteuer belegt.

Bei einer Außenprüfung stellte das Finanzamt bei einem Makler-Unternehmen fest, dass sich der Gesellschafter- Geschäftsführer bereits im ersten Jahr vierzehn Monatsgehälter mit einer Höhe von 15.000 Euro zugestand.

Zudem sah der Vertrag eine Erfolgstantieme vor. Dies sei - so stellte das Finanzamt fest - im ersten Geschäftsjahr, bei zwei Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 545.000 Euro eine unangemessen hohe Vergütung und müsse somit der Betriebsbesteuerung unterworfen werden.

Die Bewertung bestätigte auch das Finanzgericht des Saarlandes. Selbst wenn der geschäftliche Erfolg des Unternehmens vorrangig vom Einsatz und Geschick des Gesellschafter- Geschäftsführers als Immobilienmakler abhängig sei, seien Bezüge in derartiger Höhe ungewöhnlich und wären sicherlich auch keinem angestellten Fremdgeschäftsführer gezahlt worden. Gehälter dieser Höhe seien auch nach einer vorliegenden Gehaltsstudie nicht branchenüblich.

Finanzgericht des Saarlandes; Urteil vom 04.07.2005 - 1 V 124/05

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