Weitgehende Steuerbefreiung lockt
Stichwort: Finanzplatz Monaco

Das Fürstentum Monaco beherbergt auf einer Fläche von nur zwei Quadratkilometern Filialen von 40 internationalen Banken. Dazu zählen die US-Institute Goldman und Citigroup, aber auch die Dresdner Bank oder die belgisch-niederländische Fortis.

Nach Angaben der Vereinigung monegassischer Finanzakteure kommen 44 Fonds-Gesellschaften hinzu, die vermögenden Kunden eine maßgeschneiderte Betreuung anbieten. In Monaco werden den Angaben zufolge Mittel in Höhe von 90 Mrd. Euro verwaltet.

Auf die Finanzindustrie entfallen 19 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung des nach dem Vatikan zweitkleinsten Staates der Welt. Rechnet man Finanzdienstleistungen im weiteren Sinne hinzu, sind es sogar 30 Prozent. Für die Bankenaufsicht ist die französische Zentralbank zuständig. Die Kontrolle der Vermögensverwaltung übernimmt eine monegassische Kommission.

Der Finanzplatz ist eingebunden in alle wesentlichen internationalen Initiativen zur Bekämpfung von Geldwäsche und Finanzierung von Terrorismus. Ein Doppelbesteuerungsabkommen gibt es nur mit Frankreich. Für die Monegassen und alle weiteren Ausländer gilt eine weitgehende Steuerbefreiung. Auf Zinseinkünfte müssen Ausländer eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, die in diesem Jahr auf 20 Prozent angehoben werden soll.

Um sich in Monaco niederlassen zu können, muss man ein polizeiliches Führungszeugnis, einen Mietvertrag und einen Arbeitsvertrag oder einen Bankennachweis über das vorhandene Vermögen vorlegen. Die Enklave im französischen Departement Alpes-Maritimes hat rund 34 000 Einwohner, davon sind 6 100 Monegassen, 8 000 Franzosen und 4 500 Italiener. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes leben rund 1 000 Deutsche in Monaco. Auch bei Touristen ist die konstitutionelle Erbmonarchie sehr beliebt: 2007 wurden fünf Millionen Tagestouristen gezählt.

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