Werbungskosten
Auch Luxus-Ausgaben mindern die Steuer

Arbeitnehmer, die Geschenke oder das teure Essen beim Edel-Italiener als berufliche Werbungskosten absetzen wollen, stoßen bei Finanzämtern häufig auf erbitterten Widerstand. Nun fällte der Bundesfinanzhof ein Urteil zugunsten der Steuerzahler.

Im vorliegenden Fall wollte ein Außendienstmitarbeiter für 1997 Bewirtungskosten von umgerechnet 7 871 Euro und weitere 3 200 Euro für Werbemittel als Werbungskosten von der Steuer absetzen. Der Mann sollte im Auftrag seines Chefs neue Kunden anwerben und dabei aber die Ausgaben, die über Telefon, Dienstfahrten und eigene Spesen hinausgehen, selbst tragen.

Das Finanzamt stellte sich quer: Der Mann erhalte schließlich keine erfolgsabhängige Provision, so wirke sich der Aufwand gar nicht auf sein Einkommen aus. Der Bundesfinanzhof sah das anders (VI R 78/04). So dürften Finanzamt und Finanzgericht nicht allein prüfen, ob ein Beschäftigter einen Teil seiner Bezüge auf Erfolgsbasis erhalte. Vielmehr müssten sie alle Umstände berücksichtigen, die für beruflich bedingte Kosten sprechen. Der Außendienstler darf seinen Fall erneut vor Gericht verhandeln lassen.

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