Werbungskosten
Heimfahrt als Betriebsaufwand absetzbar

Sechs- bis achtmal im Jahr fuhr der Ingenieur zu seinen Eltern. An seinem Heimatort hatte er auch monetäres Interesse.

Zusätzlich zu seinem normalen Gehalt erzielte er dort Einkünfte aus Gewerbebetrieben, Kapitalvermögen und Vermietung. Obwohl die Besuche meist auf Wochenenden fielen, setzte er die Fahrtkosten in seiner Steuererklärung als Betriebs- und Werbungskosten ab.

Davon wollte das Finanzamt jedoch nichts wissen. Der Mann pochte darauf, dass die Fahrten hauptsächlich dazu dienten, sich um die vermieteten Wohnungen zu kümmern, an Gesellschafterversammlungen teilzunehmen und sein Vermögen zu verwalten.

Er klagte und bekam vom Bundesfinanzhof Recht (VIII R 43/03). Dass der Ingenieur meist an Wochenenden in die Heimat reiste, reiche nicht als Beweis dafür, dass die Fahrten vor allem dem privaten Vergnügen gedient hätten, stellten die Bundesfinanzrichter klar.

Quelle: Wirtschaftswoche Nr. 48 vom 24.11.2005

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