Werbungskosten
Meisterbonus bleibt steuerfrei

Für die Meisterausbildung fallen oft hohe Ausgaben an. Umso mehr freuen sich Absolventen über einen Bonus vom Land. Den wollte ein Elektriker aus München nicht mit dem Finanzamt teilen – und klagte.
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MünchenInvestitionen in lebenslanges Lernen kosten. Auch die Meisterschule ist ein teures Vergnügen – und nicht immer beteiligen sich Arbeitgeber an der Fortbildung. Das wiederum bedeutet, dass die Betroffenen zahlreiche Aufwendungen in ihrer Steuererklärung geltend machen können.

Denn Kosten einer Fortbildung zählen in unbegrenzter Höhe zu den Werbungskosten. Hier fallen zum Beispiel Reisekosten an – etwa Fahrtkosten und Ausgaben für Verpflegung. Aber auch Arbeitsmittel wie der Computer, die Studienliteratur oder Büromaterialien sind steuerlich abzugsfähig, ebenso die Teilnahmegebühren des Meisterlehrgangs.

So war es auch in einem Fall, der kürzlich vor dem Finanzgericht München verhandelt wurde (Az.: 15 K 474/16). Hier hatte ein angestellter Elektriker seine Meisterprüfung erfolgreich abgelegt und machte in seiner Steuererklärung 2.500 Euro Werbungskosten für die Fortbildung zum Industriemeister in Elektrotechnik geltend.

Der Mann hatte allerdings nach erfolgreichem Abschluss seiner Prüfung auch einen Meisterbonus von der Bayerischen Staatsregierung in Höhe von 1.000 Euro erhalten. Dieser Zuschuss wird unter anderem in Bayern jedem gewährt, der erfolgreich seine Meisterprüfung – oder einen gleichwertigen Abschluss – absolviert.

Das Finanzamt stellte sich auf den Standpunkt, dass dieser Meisterbonus wie ein Stipendium zu behandeln sei und in unmittelbarem wirtschaftlichen Zusammenhang mit den Werbungskosten stehe. Daher müssten die geltend gemachten Aufwendungen um den gezahlten Meisterbonus gekürzt werden.

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Meisterbonus bleibt steuerfrei

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Ohne Antrag zum Bonus

Kommentare zu " Werbungskosten: Meisterbonus bleibt steuerfrei"

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  • Ich finde es gut, dass sowas gefördert wird. Es gibt es so viele Jobs, bei denen man nur noch vor dem Rechnung sitzt, obwohl es viele körperliche Arbeiten gibt, für die Leute gebraucht werden. Es gibt ja neben dem Bonus noch das Meister Bafög, man kann ein Stipendium beantragen, usw. http://www.fain.de/aktuelles/aktuelles-detail/article/meister-finanzierung-diese-moeglichkeiten-gibt-es-fain/

  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr......

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
    Danke

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