Steuern
Werkvertragsrecht

BGH-Urteil v. 1.2.2005 - X ZR 112/02



BGB a. F. §§ 209 Abs. 1, 633; BGB §§ 204 Abs. 1, 637 Abs. 3

Die verjährungsunterbrechende Wirkung der Vorschussklage gegen den Werkunternehmer erfasst auch spätere Erhöhungen der Forderung, sofern sie denselben Mangel betreffen. Das gilt unabhängig davon, ob der Erhöhungsbetrag von vornherein in die Vorschussforderung hätte einbezogen werden können oder ob sich zwischenzeitliche Kostensteigerungen ergaben oder neue Erkenntnisse zu einem größeren Schadensumfang führen (Fortführung von BGH-Urt. v. 10. 11. 1988 - VII ZR 140/87, DB 1989 S. 425 = NJW-RR 1989 S. 208; BGHZ 66 S. 138 [141, 142] = DB 1976 S. 912; BGHZ 149 S. 273 [274) = DB 2002 S. 422).

ZPO § 539 a. F.

Die pauschale Erwägung, es sei nicht Aufgabe des Berufungsgerichts, erstinstanzlich nicht geschaffene Entscheidungsgrundlagen zu erarbeiten, kann eine Zurückverweisung des Rechtsstreits an das Gericht des ersten Rechtszugs gem. § 539 ZPO nicht begründen.

(BGH-Urteil vom 1.2.2005 - X ZR 112/02)



Quelle: DER BETRIEB, 06.05.2005

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