Widerspruch
Die richtigen Argumente

Um einige Steuervorteile gibt es besonders häufig Streit. Eine Liste von Argumenten, mit denen Steuerzahler punkten können.

Wer glaubt, dass der Finanzbeamte Abzugsbeträge zu Unrecht gestrichen oder seinen Ermessensspielraum überreizt hat, sollte ruhig zuerst das persönliche Gespräch suchen. Häufig zeigen sich Beamte gesprächsbereiter, als es der formaljuristische Tonfall ihrer Briefe vermuten lässt. Signalisieren sie Kompromissbereitschaft, können Steuerzahler im fraglichen Punkt die "schlichte Änderung" beantragen. Das geht auch telefonisch, erspart dem Beamten Verwaltungsaufwand und macht somit eine schnelle Entscheidung möglich.

Doch Vorsicht: Naht das Ende der einmonatigen Einspruchsfrist gegen den Steuerbescheid und der Beamte schweigt noch immer, sollten Steuerzahler den umstrittenen Punkt trotzdem in ihr Einspruchsschreiben aufnehmen. Denn gegen eine einmal gefällte negative Antwort auf den Antrag zur "schlichten Änderung" können sie nicht vor Gericht klagen.

Steuer-Quiz:
Testen Sie Ihr Wissen - und gewinnen Sie attraktive Preise.

Pendlerpauschale

Für 2006 gibt es noch für den kompletten Arbeitsweg die Pauschale von 30 Cent pro Entfernungskilometer. Beamte kürzen sie trotzdem gern, wenn der angegebene Weg zur Arbeit länger ist, als er laut Internet-Routenplaner sein sollte. Doch Pendler müssen nicht den kürzesten Weg nehmen. Wer glaubhaft erklären kann, dass der Umweg nötig ist, um Staus oder die Innenstadt zu vermeiden, hat trotzdem gute Chancen auf den vollen Abzug.

Krankheitskosten

Hier ist das Gesetz besonders schwammig, die Beamten haben deshalb großen Spielraum. So gelten Ausgaben nur als absetzbare "außergewöhnliche Belastung", wenn sie "zwangsläufig" anfielen und zudem höher waren als bei den meisten "Steuerpflichtigen gleicher Einkommensverhältnisse". Steuerzahler müssen erklären, warum sie beide Kriterien erfüllen.

Wer etwa seine Augen per Laser operieren ließ und von der Kasse nichts dazubekam, kann das nur absetzen, wenn die Sehschwäche nicht auch per Brille oder Kontaktlinsen hätte behoben werden können. Selbst dieser Nachweis reicht Beamten nicht immer, sie verlangen oft noch ein vor der OP erstelltes amtsärztliches Attest. Das ist jedoch umstritten, laut Finanzgericht Düsseldorf gibt?s dafür keine gesetzliche Grundlage (11 K 2589/05 E).

Seite 1:

Die richtigen Argumente

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%