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25.02.2008 

Kieber stellte sich schließlich doch. Im Verfahren legte er ein Geständnis ab und versprach, alle in seinen Händen befindlichen Kundendaten an die Bank zurückzugeben. Kieber wurde im Januar 2004 zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr verurteilt, die allerdings ausgesetzt wurde. Der internationale Haftbefehl der spanischen Strafverfolgungsbehörden wurde im Oktober 2004 aufgehoben und das Strafverfahren in Spanien im November 2005 eingestellt.


» Gewusst wie: Die steuerliche Selbstanzeige


Seinen vermeintlichen neuen Coup hat Kieber wohl geschickter eingefädelt. Nicht nur, dass er sich jene DVD mit den brisanten Daten über mehrere hundert potenzielle deutsche Steuersünder mit gut 4,2 Millionen Euro honorieren ließ. Der Liechtensteiner Banker hat die brisanten Daten offenbar regelrecht vermarktet. Die britische Regierung hat eingeräumt, ebenfalls gezahlt zu haben, um an die Namen englischer Kunden in den Büchern der Liechtensteiner Privatbank LGT zu gelangen; vermutlich floss ein sechsstelliger Betrag. Auch in den USA sollen sich Behörden die Daten von 50 potenziellen Steuerbetrügern gesichert haben.

Nach Informationen des Nachrichtenmagazins Spiegel hatte Kieber schon Anfang 2006 mit den Briten über einen Verkauf der Informationen verhandelt. Weil die Briten ihm aber offenbar nicht schnell genug reagierten, wandte der mitteilungsfreudige Banker sich an den deutschen Bundesnachrichtendienst. Die Schlapphüte aus Pullach bekamen den Zuschlag. Die Datensätze britischer und US-amerikanischer Kunden löschte Kieber allerdings zuvor offenbar von der DVD - um sie dann getrennt an die dortigen Behörden zu verkaufen. Auch Kanada, Australien und Frankreich sollen mittlerweile Daten über ihre Staatsbürger bezogen haben.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Ist Kieber wirklich der einzige Informant?

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