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04.08.2008 

23. Februar: Im Laufe der Woche durchsuchten die Fahnder laut Berichten die Wohnungen von mehr als hundert Verdächtigen. Zudem haben die Fahnder noch eine zweite Liechtensteiner Bank im Visier.

24. Februar: Die fürstliche LGT Group kündigt an, den bereits verurteilten Datendieb zu verklagen.

26. Februar: Die Staatsanwaltschaft Bochum gibt bekannt, dass es bisher 120 Durchsuchungen gab. In 91 seien "Sachverhalte eingeräumt" worden. Bisher seien Abschlagszahlungen von insgesamt knapp 28 Millionen Euro auf die zu erwartende Steuernachzahlung geleistet worden.

29. Februar: Postchef Klaus Zumwinkel verabschiedet sich von seinen Mitarbeitern in der Konzernzentrale. Er war zuvor nach achtzehn Jahren an der Spitze der Post wegen seiner privaten Steueraffäre zurückgetreten.

29. Februar: In der Steueraffäre geraten immer mehr Banken ins Visier der Staatsanwälte. Vor allem die Institute, die offiziell im Fürstentum aktiv sind, stehen unter Druck. Die ersten Geldhäuser beginnen, sich von ihren Töchtern in Vaduz zu trennen.

03. März: Der Skandal um die Konten in Liechtenstein weitet sich auch in Italien aus. Statt der zunächst angenommenen 150 Personen sollen rund 400 italienische Bürger auf den Listen stehen, die das italienische Finanzministerium im Zuge des internationalen Datentauschs erhalten hat. Außer Unternehmern und Managern sollen auch Politiker Konten in dem Steuerparadies haben.

05. März: Die Steueraffäre hinterlässt bei der liechtensteinischen LGT-Goup erste Schleifspuren: Der CEO der LGT-Group, Prinz Max von und zu Liechtenstein, räumte ein, dass sein Unternehmen zwischen dem 16. Februar und dem 29. Februar einen Nettoverlust von Kundengeldern in Höhe von rund 100 Mill. Schweizer Franken verzeichnen musste.

07. März: Die Affäre weitet sich aus. Das Bundesfinanzministerium bestätigt, dass ihm abermals vertrauliche Steuerdaten angeboten wurden. Das ARD-Magazin "Panorama" berichtet, dem Ministerium sei eine DVD mit Daten von mehr als 2000 Kunden angetragen worden, die mehr als vier Milliarden Euro an der Besteuerung in Deutschland vorbei im Fürstentum angelegt hätten. Es handelt sich um Kundendaten der Liechtensteiner Landesbank (LLB), die die Staatsanwaltschaft Rostock nach eigenen Angaben bereits seit einiger Zeit beschäftigen. Ein Ermittlungsverfahren gegen vier Beschuldigte dazu habe man jüngst abgeschlossen und Anklage wegen Erpressung erhoben, sagt ein Sprecher der Behörde.

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