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16.02.2008 
Weitere Bank in Liechtensteiner Steueraffäre verwickelt

„Nächste Woche knallt es wieder“

von Jan Keuchel und Tino Andresen

In den Skandal um massenhaft enttarnte Steuersünder in Liechtenstein ist offenbar nicht nur die LGT-Bank des Liechtensteinischen Fürstenhauses verwickelt. Nach Informationen des Handelsblatts ist mindestens eine weitere Bank involviert. Schon kommende Woche ist mit weiteren Durchsuchungsaktionen zu rechnen. Derweil will die LGT-Bank die undichte Stelle ermittelt haben.

Berge von Geld sind offenbar am deutschen Fiskus vorbei nach Liechtenstein geschleust worden. Foto: dpaLupe

Berge von Geld sind offenbar am deutschen Fiskus vorbei nach Liechtenstein geschleust worden. Foto: dpa

"Es sieht so aus, als sei nicht nur eine Bank betroffen", sagte der federführende Verfolger der Staatsanwaltschaft Bochum, Eduard Gürhoff, dem Handelsblatt. In Fahnderkreisen wird erwartet, dass die ersten Durchsuchungsaktionen im Nachgang zum Zumwinkel-Fall bereits in der kommenden Woche anlaufen.

Die Fälle sind offenbar über ganz Deutschland verteilt. Es handle sich um eine vierstellige Zahl, hieß es am Freitag aus Regierungskreisen in Berlin. Zuvor hatte ein Sprecher von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) gesagt, es werde gegen "sehr viele" bekannte und weniger bekannte "Leistungsträger" wegen Steuerflucht nach Liechtenstein ermittelt. Bei der Staatsanwaltschaft Bochum wurden vor allem die vom Bundesfinanzministerium genannten Zahlen mit Verwunderung zur Kenntnis genommen.


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Nach Informationen des Handelsblatts geht es um rund 600 Personen. Diese könnten aber teilweise gleich mehrere Stiftungen unterhalten haben. Dies werde noch geprüft. Dabei geht es um Milliarden-Summen. Das Gründen einer Stiftung zum Hinterziehen von Steuern lohne sich eigentlich erst ab einer Einlagesumme von zwei bis drei Millionen Euro, sagen Fahnder.

Unter den Beschuldigten im Fall des Steuerbetrugs in Liechtenstein sind keine weiteren Vorstandsmitglieder von Dax-Unternehmen. Dies sagte der Bochumer Oberstaatsanwalt Bernd Bienioßek der "Süddeutschen Zeitung".

Lesen Sie weiter auf Seite 2: 60 Mann ermitteln

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