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25.12.2007 

Wer in der Karibik Geld vor dem heimischen Fiskus verstecken will, hat es zunehmend schwer - besonders, wenn er Amerikaner ist. Die USA haben den Steuerparadiesen schon nach den Terroranschlägen im September 2001 neue Abkommen zum Informationsaustausch abgerungen. Seitdem müssen die dortigen Finanzinstitute Kundendaten rausrücken, sobald die US-Fahnder konkrete Anhaltspunkte für Geldwäsche oder Steuerbetrug präsentieren.

Um die Paradiese einzunorden, haben die USA deren Banken Sanktionen angedroht. Ein Druckmittel, das der demokratische Präsidentschaftsanwärter Barack Obama noch entschlossener einsetzen will. Er kündigte an, im Fall eines Wahlsiegs Kreditkarten von Finanzinstituten aus unkooperativen Ländern sperren zu lassen. "Wir werden eine Liste von Ländern erstellen, in denen Steuerhinterzieher ihre Einnahmen verstecken", sagte Obama. In einem im Frühjahr präsentierten Entwurf machte er 34 Steuerschurken-Staaten aus, die er auf Linie bringen will. Der Demokrat hat sich zum Ziel gesetzt, einen "neuen Standard des internationalen Informationsaustauschs" einzuführen.

Auch die EU hat einigen Karibikinseln inzwischen erhebliche Zugeständnisse abgerungen. So ziehen die Britischen Jungferninseln, die Turks- und Caicos-Inseln und die Niederländischen Antillen die EU-Zinssteuer von 15 Prozent ab, wenn europäische Bürger unter Palmen Zinsen kassieren. Bis Juli 2011 steigt der Satz auf schmerzhafte 35 Prozent. Die Cayman-Inseln informieren die Finanzbehörden in den EU-Staaten gar postwendend, sobald deren Bürger bei einer Bank auf dem Eiland Zinsen einstreichen. So weit reicht der Arm der europäischen Steuerbehörden also inzwischen.

Quelle: Wirtschaftswoche, Nr. 51, 17.12.2007


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