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Schlechte Prognose für die Lebensversicherung

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Die sieben Thesen von Blackrock

Die Versicherer müssten ihre Investitionen am Anleihemarkt überdenken, glauben die Fondsexperten von Blackrock. Denn die anhaltend niedrigen Zinsen stellten eine Herausforderung für die Geschäftsmodelle und Profitabilität der Unternehmen dar, heißt es in dem Branchenbericht „2013: The Year Ahead“.

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In dem Bericht stellt Autor David Lomas, Leiter der Financial Institutions Group bei Blackrock, folgende sieben Thesen auf: 

  • Das Zinsrisiko der Versicherer steigt.
  • Die Gesellschaften werden bei ihren verzinslichen Anlagen selektiver vorgehen müssen als je zuvor.
  • Einige Unternehmen werden verstärkt in illiquide Anlageklassen mit regelmäßigen, kalkulierbaren Ertragsströmen investieren – vor allem in Infrastrukturprojekte.
  • Die Nachfrage nach riskanteren Finanzanlagen, wie Hochzinsanleihen von Banken, wird steigen.
  • Dividendenstrategien werden an Bedeutung gewinnen.
  • Unternehmensanleihen und Lokalwährungsanleihen aus Schwellenländern werden für Versicherer wichtiger.
  • Die Gesellschaften werden ihre Anleihen-Strategien vermehrt mit börsennotierten Indexfonds (ETFs) umsetzen.

     

So funktioniert der Teufelskreis der Altersvorsorge

  • 1. Schritt

    Kleinsparer investieren ihr Geld bei einem Finanzdienstleister.

  • 2.Schritt

    Der Finanzdienstleister kauft von dem Geld schlechtverzinste Bundesanleihen.

  • 3. Schritt

    Die Schuldenquote Deutschlands sinkt; der Finanzminister jubelt.

  • 4. Schritt

    Die Politik gewährt dem Finanzdienstleister Vergünstigungen; Unternehmen und Aktionäre jubeln.

  • 5. Schritt

    Die Sparergebnisse sind schlecht, die Kleinsparer jubeln nicht.

  • 6. Schritt

    Die Politik fordert die Bürger auf, noch mehr Altersvorsorge zu betreiben, weil die Sparergebnisse ja so schlecht sind und nicht ausreichen.

  • 7. Schritt

    Kleinsparer investieren noch mehr Geld bei einem Finanzdienstleister. Danach geht es zurück zum 1. Schritt.

Positiver beurteilt dagegen der Grünen-Politiker Gerhard Schick auf kurze Sicht die Lage der Lebensversicherer. "Viele Unternehmen weisen weiterhin hohe Gewinne aus und werden auch in den kommenden Jahren keine Schwierigkeiten haben", sagte er in einem Interview mit "Zeit Online". "Es gibt deshalb keinen Grund, für die gesamte Branche Unterstützungsmaßnahmen zu ergreifen und bei Unternehmen, die keine Probleme haben, den Kunden die Auszahlungen zu kürzen."

Bisher habe ihm niemand nachweisen können, warum man für alle Unternehmen der Branche Rettungsmaßnahmen zu Lasten von Kunden ergreifen müsse, wenn höchstens einzelne Unternehmen vielleicht in Schwierigkeiten kommen könnten.

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  • 24.01.2013, 15:24 UhrMazi

    Wen überraschen diese Aussagen?
    Wer ist dafür zuständig und wer ist dafür verantwortlich?

    Die Versicherungsnehmer etwa?

    Wem war unklar, dass niedrigere Zinsen zu niedrigeren Zinseinnahmen führen?

    EZB und Politiker haben in unverantwortlicher Weise gegen die Kriterien des Maastricht-Vertrag verstoßen und uns den Zusammenbruch des Finanzsektors beschert.

    Wenn jetzt also die Altersvorsorge crasht, dann müssen auch die Pensionen derer crashen, die uns dies hier eingebrockt haben.

    Es muss dringend die Abgeordnetenbestechung als Straftatbestand in das Strafgesetzbuch aufgenommen werden. International wird dies schon seit 2003 von der Bundesregierung gefordert und keine der Regierungen ist diesem Ansinnen gefolgt.

    Wir brauchen eine gesetzliche Handhabe, die kassierten Gelder wieder einzuziehen.

  • 24.01.2013, 16:13 UhrVahrenkamp2011

    Der niedrige Garantiezins untergräbt das Sicherheitsgefühl der Bürger. Vielleicht sollte man Eurobonds als Ausweg erkennen, die den Zins europaweit wieder auf 5% heben und damit den Bürgern Sicherheit geben. Die SPD sollte dieses Thema für den Wahlkampf aufgreifen: Eurobonds zur Sicherung im Alter.

  • 24.01.2013, 17:06 Uhrmuunoy

    Äh, die Eurobonds haben eigentlich das Ziel, die Zinsen eben niedrig zu halten. Die ganze Sache läuft jetzt doch unter dem Stichwort "Finanzielle Repression". Diese Methode der Enteignung der Bürger ist doch deutlich eleganter als ständige Steuererhöhungen. Diejenigen, die uns das eingebrockt haben, stört es wohl als Nicht-Betroffene wohl kaum. Daher gebe ich Mazi Recht, dass nun endlich die Pensionen von Politikern und Beamten drastisch gekürzt werden müssten.
    Ach ja, die Person auf dem Bild braucht doch eher eine gute Krankenversicherung ;-)

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