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Fremdwährungsdarlehen: Fehlspekulation bringt Häuslebauer in Not

Fremdwährungsdarlehen für Hausfinanzierungen sind eine Devisenspekulation, die rasch außer Kontrolle geraten kann. Das zeigt die derzeitige Euro-Krise: Wer sein Haus in Franken oder Yen abstottert, hat Probleme. Die Euro-Abwertung macht Sondertilgungen erforderlich und gefährdet so etliche Baukredite.

Wer sein Eigenheim in Franken oder Yen abstottert, hat ein Problem. Die Euro-Schwäche sorgt für steigende Kosten der Kredite. Quelle: Pressebild
Wer sein Eigenheim in Franken oder Yen abstottert, hat ein Problem. Die Euro-Schwäche sorgt für steigende Kosten der Kredite. Quelle: Pressebild

FRANKFURT. Der Brief ihrer Bank ließ Katharina Fröhlich* daran zweifeln, ob ihre Eigenheimfinanzierung so clever war, wie sie vor vier Jahren gedacht hatte. Die Frau hatte 130 000 Euro aufgenommen, allerdings in Schweizer Franken. Dazu hatte ihr ein Finanzvermittler geraten. Denn die Zinsen in der Schweiz waren damals nur etwa halb so hoch wie in Deutschland. Und außerdem zeigte der Euro-Kurs nach oben. So steckte sie Zinsersparnis und Tilgung in eine fondsgebundene Rentenversicherung und spekulierte darauf, dass ein starker Euro die am Ende der Laufzeit von etwa 20 Jahren fällige Darlehensschuld zusätzlich verringert.

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Das Schreiben der Banker hat diese Spekulation nun gründlich erschüttert. Die Euro-Abwertung, so las die Hausbesitzerin aus dem süddeutschen Raum nun, mache Sondertilgungen erforderlich. Andernfalls müsse man die Kreditkonditionen neu aushandeln. Denn die Schulden hatten sich plötzlich auf gut 143 000 Euro erhöht.

Die Euro-Schwäche, das hat nun auch Katharina Fröhlich gemerkt, legt auch die Schwäche von Fremdwährungsdarlehen für Hausfinanzierungen schonungslos offen. Es ist eine Devisenspekulation, die rasch außer Kontrolle geraten kann. Wer nicht genug Kapital hat, um gegebenenfalls auch steigende Raten zu tragen, verwettet seine Immobilie.

Zudem sind Fremdwährungsdarlehen so gestrickt, dass mehrere Hebel wirken, die alles verschlimmern können. Der Zins ist variabel, ändert sich also meist vierteljährlich, und das Darlehen ist endfällig, das heißt, getilgt wird erst in 20 Jahren oder später. Die vermeintliche Zinsersparnis, mit denen Fremdwährungskredite schöngerechnet werden, fließen derweil in einen Fonds oder eine Lebensversicherung. Ob deren Erträge reichen, um den Kredit abzulösen, ist fraglich. "Hier wird vieles schöngerechnet", moniert der Stuttgarter Verbraucherschützer Niels Nauhauser.

  • 28.05.2010, 01:04 UhrAnonymer Benutzer: t2

    Welche Politiker haben diese Riesen-Spekulation zu verhindern versucht? Mir ist keiner bekannt. Nun wollen sie "Spekulanten" mit Stumpf und Stiel ausrotten. Viel Glück.

  • 27.05.2010, 19:47 UhrAnonymer Benutzer: Ronald

    Versteh gar nicht, warum denn "Frau Fröhlich" für die Tilgung einen Rentenvertrag unterschrieben hat. Da kann sie noch "fröhlich" sein, daß dort nicht isländische, Griechische oder Lehamnn-Anleihen drin waren. Diese schwachbrüstige Geldanlage als einzige Tilgung zu nehmen geht heutzutage wohl nur noch selten gut. Aber das alles zeigt vielmehr, daß damals schon Kriminelle die Fremdwährungskredite an Deppen verkauft haben. Erstere waren aber so schlau (wieder mal) nur die Provision für die Versicherungs-/den Fondtilgungsvertrag im blick gehabt zu haben. Ein Ganovenstück wird es dann, wenn man die Kunden (bei 1€ =1,50$) nicht in den mittlwerweile niedrigverzinslichen Euro swiften läßt. Ein weitere beweis dafür, "nach mir die Sintflut"

  • 27.05.2010, 18:05 UhrAnonymer Benutzer: aruba

    Guten Tag;.... frankfurtheinz.... Sie haben voellig Recht. besten Dank

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