
HB DÜSSELDORF. Die Banken zeigen sich gegenüber ihren Kunden bei den Zinsen knauserig. Wer die durchschnittlichen Tagesgeld-Zinsen vor einem noch für niedrig gehalten hat, sieht sich jetzt eines Besseren belehrt: "Für 5 000 Euro gab es vor zwölf Monaten im Mittel über 1,4 Prozent; inzwischen liegt der Zins bei 1,08 Prozent", sagt Max Herbst, Inhaber der FMH-Finanzberatung.
Eigentlich sollten die Minizinsen steigen. Der Drei-Monats-Euribor - das ist der Zinssatz, zu dem sich Banken untereinander Geld leihen - ist in den vergangenen Monaten um 0,2 Prozentpunkte gestiegen. Und neue Anbieter, wie GE Capital Direkt, mischen den Markt mit attraktiven Tagesgeldzinsen auf.
Die Hoffnung, dass wenigstens einige Banken deshalb ihre Zinsen anheben blieb leider vergebens. Stattdessen senkten etliche Institute im Juni die Tages- und Festgeldzinsen peu à peu weiter. Anleger sollten in diesem Umfeld daher immer den Top-Zins suchen. GE Capital direkt bietet für Tagesgeld bis 10 000 Euro einen Zinssatz von 2,25 Prozent und gewährt den Kunden die deutsche Einlagensicherung.
Auf den Plätzen: Die Bank of Scotland mit 2,1 Prozent und britischer Einlagensicherung bis 50 000 britische Pfund und die NIBC mit zwei Prozent und niederländischer Einlagensicherung bis 100 000 Euro. Deutsche Banken locken vor allem Neukunden: Bis 10 000 Euro Anlagesumme bietet die DAB Bank 2,1 Prozent. Die Comdirect gewährt den gleichen Satz bis 5 000 Euro. Die Volkswagenbank empfängt Neukunden mit zwei Prozent für Einlagen bis 20 000 Euro.
Bei Dispozinsen langen Banken zu
Trotz sinkender Anlagezinsen bleiben die Dispozinsen hoch, im Schnitt nehmen die Banken stattliche 11,2 Prozent auf hohem Niveau. Nach wie vor geben die Banken den verbilligten Geldeinkauf wie gewohnt kaum weiter. Hohe Sätze müssen Kunden etwa beim AktivKonto der Targobank mit 13,99 Prozent erdulden. Die Commerzbank nimmt 13,24 Prozent und die Berliner Sparkasse 13,25 Prozent.
Also der beitrag wurde wohl komplett von den Direktbanken gekauft. ich könnte mich ja immer totlachen über diesen „seriösen“ Journalismus. Da werden Äpfel mit birnen verglichen und die, die wohl nicht viel gelernt haben aus der Finanzkrise als die neuen Helden dargestellt.
1. Ein Dispositionslimit ist ein ÜbERbRÜCKUNGSKREDiT für ein paar Tage. Kein Mensch wird gezwungen diesen immer bis zum Limit in Anspruch zu nehmen. Denn dafür ist er nicht konzipiert. Wer sich das trotzdem leisten will ist selber schuld.
Die banken müssen Das Geld nunmal bereitstellen, unabhängig, ob dieser in Anspruch genommen wird oder nicht. Des Weiteren sind diese Darlehen selten besichert. Man nimmt also einen Tagesgeldzins von 1,08% der durch die Einlagensicherung zu 100% abgesichert ist und einen Dispo, bei dem keiner weis, ob das Geld wieder zurück kommt. TOLLER VERGLEiCH!
Richtig ist der Vergleich:
Tagesgeld 1,08% vs. Wohnungsbaudarlehen 2,81% auf ein Jahr (Zins der örtl. Sparkasse)
Oder
Aktienanlage (Rendite irgendwas um die 50% im letzten Jahr) vs. Überziehungskredit 16,25%
Man sollte schon die Risiken einer Anlage mit einbeziehen. Und wenn jemand schon weit überm Dipsolimit ist, dann ist das Risiko einer Verbraucherinsolvenz numal allgegenwärtig.
2. Wenn einem ein Autohändler einen Jahreswagen von Mercedes zu 6.000€ anbietet wird jeder stutzig.
Ein Tagesgeldzins von 2,25% bei einem aktuellen Marktzins von 0,44% (Eonia vom 16.08.2010) nimmt jeder an uns preist den Anbieter als einen Helden der Neuzeit. Manche lernen’s nie..
Die Deutschen sollten wieder lernen ihre Fehler selbst einzugestehen, als alles derzeit auf die bösen banken zu schieben.
Hallo,
ihr Artikel "Welche banken bei den Zinsen knausern " enthält einen Fehler: die GE Capital direkt gewährt den angegebenen Tagesgeldzins auch für Guthaben größer 10.000 Euro. Vgl. bank-Homepage !





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