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Gesetzliche Krankenkassen: Viele Privatpatienten wollen wechseln

Immer mehr Privatpatienten wollen laut einem Medienbericht in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln. Die Zahl der Wechselwilligen steigt wegen hoher Beiträge bei den privaten Kassen offenbar stark.

Krankenkassenkarten von gesetzlichen Krankenkassen. Quelle: dpa
Krankenkassenkarten von gesetzlichen Krankenkassen. Quelle: dpa

HamburgImmer mehr Privatpatienten wollen laut einem Medienbericht in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln. "Bei uns häufen sich die telefonischen Anfragen von Privatversicherten, die zur AOK kommen wollen", sagt Wilfried Jacobs, Chef der AOK Rheinland/Hamburg dem Magazin Spiegel laut einem Vorabbericht vom Sonntag. Von der privaten Konkurrenz zur Barmer GEK wechselten demnach im vergangenen Jahr rund 27.600 Versicherte, neun Prozent mehr als im Jahr zuvor. Zur Techniker Krankenkasse seien etwa 68.000 Privatpatienten gegangen, fast zwölf Prozent mehr als im Jahr 2010.

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Das Verlassen einer privaten Krankenversicherung hat der Gesetzgeber eigentlich nur in Ausnahmefällen, etwa bei Arbeitslosigkeit oder einem Absinken des Gehalts, vorgesehen. Anderen Wechselwilligen, die den teils starken Erhöhungen der Beiträge in der Privatversicherung entgehen wollen, helfen manche Kassen aber offenbar dabei, Schlupflöcher zu finden. "Es gibt Tricks, mit denen wir Privatpatienten helfen können", sagte ein Krankenkassenmanager dem Spiegel. Die Voraussetzung sei jedoch immer, dass der Arbeitgeber einverstanden sei.

Viele private Krankenversicherungen haben zum 1. Januar ihre Beiträge erhöht, laut „Spiegel“ teils bis zu 50 Prozent. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) sieht die privaten Kassen in der Pflicht. „Sie schöpfen noch längst nicht alle Möglichkeiten aus, den Versicherten günstigere Tarife anzubieten“, sagte er der in Bielefeld erscheinenden „Neuen Westfälischen Zeitung“ (Montag). Zudem dürften keine Anreize geschaffen werden, das Kassensystem zu unterwandern und zur gesetzlichen Kasse zu wechseln.

  • 08.01.2012, 14:54 UhrAnonymer Benutzer: poolliter

    Eine "solidarische" Sozialversicherung bei der die Reichsten und Leistungsfähigsten nicht mitmachen ist Klassenkampf der Reichen gegen die Mehrheit. Ist aber typisch für neoliberale schwarz/gelbe Politik (und da kann sich die schröder´sche SPD gleich mit einsortieren).

  • 08.01.2012, 14:35 UhrSchurl55

    Wie bitte ?
    hieß es nicht immer das ein Wechsel nicht möglich ist, wurden für diese Fälle nicht Basistarife eingeführt ?
    wird hier etwa in großem Stil dass Solidaritätsprinzip unterlaufen ? Cherry picking - solange es sich lohnt Privat, danach findet sich ein Schlupfloch ?
    Schafft die Privaten völlig ab !!

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